Welche Virtualisierungsumgebung?

19/01/2012 - 10:01 von Sven Geggus | Report spam
Hallo zusammen,

ich habe bisher nur Erfahrung mit kompletten Virtualisierungsumgebungen wie
vmware oder Virtualbox bei denen man gleich einen kompletten Rechner
virtualisiert.

Was ich suche sollte aber erheblich leichtgewichtiger sein.

Anforderungen:

* Linux only aber veschiedene Distributionen möglich
* vm als Task priorisierbar (nice, ionice) und im Notfall vom host aus zu
stoppen
* Verbindung zwischen Host und Guest über virtuelle Netzwerkverbindung
* Mit vanilla kernel lauffàhig (nice to have)

Im Netz hab ich das hier gefunden:
http://virt.kernelnewbies.org/TechComparison

Das kann ich jetzt natürlich gegen meine Anforderungsliste abgleichen. Könnt
ihr Erfahrungswerte beisteuern?

Gruss

Sven

"Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der
Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der
Demokraten" (Theodor W. Adorno)
/me is giggls@ircnet, http://sven.gegg.us/ on the Web
 

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#1 Christian Thaeter
19/01/2012 - 16:02 | Warnen spam
Am Thu, 19 Jan 2012 09:01:23 +0000 (UTC)
schrieb Sven Geggus :

Hallo zusammen,

ich habe bisher nur Erfahrung mit kompletten
Virtualisierungsumgebungen wie vmware oder Virtualbox bei denen man
gleich einen kompletten Rechner virtualisiert.

Was ich suche sollte aber erheblich leichtgewichtiger sein.

Anforderungen:

* Linux only aber veschiedene Distributionen möglich
* vm als Task priorisierbar (nice, ionice) und im Notfall vom host
aus zu stoppen
* Verbindung zwischen Host und Guest über virtuelle Netzwerkverbindung
* Mit vanilla kernel lauffàhig (nice to have)

Im Netz hab ich das hier gefunden:
http://virt.kernelnewbies.org/TechComparison



Für leichtgewichtige Sachen ist eine isolierung mit containern am
sinnvollsten.

LXC ist bei weiten noch nicht ernsthaft benutzbar, langfristig geht es
aber da hin.

openvz, gibts im debian kernel (den open source teil), hab ich noch
nicht benutzt, hat einige schicke features (und auch einige schlechte
seiten von dem was ich gehört hab)

Linux-Vserver, ist das was ich nehme und was ich dir empfehlen würde.
Ich benutz das seit anbegin der Tage (2001 oder wann kam das raus?).
Debian hat dafür einen kernel und die tools, aber ich würde aktuelle
version selber bauen. Der Kernel patch wird dabei immer
kleiner weil die auf die ganzen Sachen die langsam in den Kernel
wandern (u.a. für LXC) zurückgreifen. Die Userland tools sind
ausgereift und man kann schnell verschiedenste Arten von Containern
hochziehen. Grob gesagt ist das alles ein erweitertes chroot, es gibt
nur einen Kernel aber die Container sehen nur was sie
angeht und haben weniger Privilegien. Netzwerk wird nicht
virtualisiert sondern du bindest interface aliases an die container wo
der kernel dann linux-vserver (nicht iptables) spezifisch die pakete
nach IP's filtert, das ist extrem effizient. Wenn man jetzt noch
virtuelle Interfaces/Netzwerk haben will kann man sich das mit dem Linux
bridging schön selber zusammenstecken. Wenn ich Zeit hàtt, könnt ich
auf der KaLUG mal was drüber sagen aber bis zum nàchsten Treffen
schaff ich das nimmer, aber ich kanns dir ja so mal zeigen. Ansonsten
Goole mal nach "Great Flower Page" :). Btw keine Ahnung wer da bei der
kernelnewbies Seite "Poor Performance" [citation needed]
reingeschrieben hat, vmtl einer der openvz entwickler :), allein schon
prinzipbedingt spürt man isolierung in containern eigentlich nicht,
bestenfalls macht PC hardware bei der I/O Bandbreite schlapp wenn man
wieder mal 50 Vserver/Kunden mit php/mysql auf eine Celeron hat...

Christian




Das kann ich jetzt natürlich gegen meine Anforderungsliste
abgleichen. Könnt ihr Erfahrungswerte beisteuern?

Gruss

Sven

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