Welcher Epson?

11/12/2007 - 16:52 von Robert Jasiek | Report spam
Epsons gegenwàrtige A4-Flachbett-Scanner sind: V10, V100, V200, V350,
4490, V500, V700, V750.

Welchen soll ich kaufen?

Für eine Vorauswahl habe ich folgende Scanner aus genannten Gründen
aus der Liste gestrichen:
- V100: Bei Epson nicht mehr erhàltlich.
- V700, V750: Die Spitzenqualitàt zum hohen Preis brauche ich nicht,
da ich keine Dias habe.
- V200, V500: Auf der Epson-Webseite gibt es keinen Vista-Treiber.

Damit verbleiben in meiner engeren Auswahl: V10, V350, 4490.

In den Datenblàttern scheinen sie fast identisch zu sein, mit diesen
Ausnahmen (nebst der Geschwindigkeit, die mich aber nur marginal
interessiert, zumal die Unterschiede dort gering sind):

V10 V350 4490

dpi 3200 4800 4800
Dmax 3,2 3,2 3,4

Da ich nur von Büchern und anderen Druckmedien scannen möchte, ist der
Unterschied bei der Maximaldichte zu gering, um wesentlich zu sein,
wàre meine Vermutung. Bleiben die dpi. Da Testzeitschriften regelmàßig
die Herstellerangaben als glatte Lügen entlarven (4800 dpi entsprechen
eher ca. 1150 x 850 dpi), kann ich mit den Datenblatt-dpi-Werten auch
nichts anfangen, es sei denn, ich machte Annahmen über möglicherweise
proportionales Lügen, sodass 3200 dpi in Wirklichkeit ca. 750 x 550
dpi wàren. Mit anderen Worten: Beim V10 ist das Risiko, dass die
Auflösung doch mal in der Praxis nicht reicht, deutlich größer als bei
den Scannern V350 oder 4490. Aber stimmt meine Annahme auch?

Da die Farbauflösung bei allen drei Scannern gleich ist und sie alle
auch Grau 16 bit extern können, scheint es da keinen Unterschied zu
geben. Ist das tatsàchlich so? Hat jemand praktische Erfahrung? (Beim
V10 fehlt die Angabe 1 bit im Datenblatt, aber das ist ja wohl nur
Schlampigkeit beim Erstellen desselben.)

Wo die drei Scanner fast gleich sind (bzw. den Datenblàttern nach zu
sein scheinen), frage ich mich, warum die unterschiedlichen Preise von
gut 72, 134, 180 Euro gerechtfertigt sein sollen. Gibt es einen guten
Grund, mehr Geld auszugeben?

Wie verhàlt es sich mit der Farbtreue (Auflicht, Scan vom Buch)? Dazu
schweigen sich die Datenblàtter aus, aber das interessiert mich am
meisten. Manche Rezensenten deuten an, dass man für mehr Geld die
entsprechend bessere Qualitàt erhàlt. Wie ist es wirklich? Und wie
hinsichtlich Interferenzen (Moire-Effekte usw.)? Andere Rezensenten
schlagen vor, den billigsten Scanner (von Epson) zu kaufen, weil es
nur bei Dias überhaupt Unterschiede geben könnte. Das mag für
Text-Scans und OCR gelten, aber wie sieht es mit abgedruckten Fotos in
Farbe oder Graustufen aus?

Dann interessiert mich noch, warum der 4490 kein V vorne im Namen hat.
Ist er schon etwas lànger auf dem Markt? Heißt das, dass er evtl.
nicht mehr auf dem Stand der Technik ist oder macht sich das erst im
Vergleich zu V500, V700, V750 bei Dias bemerkbar?

Ist die beiliegende Software immer die gleiche? Sollte man eh Vuescan
kaufen, besonders wenn man Vista nutzt?

Warum ich keinen A3-Scanner kaufe? Würde ich ja gerne, aber die gibt
es fast nur für die Qualitàtsoberklasse und sie sind damit zu teuer
(Warum ist das eigentlich so?), wenn man mal von auffàllig dubios
angebotener Gebrauchtware absieht. Warum ich einen Epson-Scanner
bevorzuge? Epson bietet schon im Preissegment 70 - 250 Euro durchweg
CCD-Technologie und soll laut Rezensionen bei gleichem Preis etwas
bessere Farb- und Detailqualitàt liefern als die CIS-Konkurrenz.
 

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#1 Norbert Hahn
11/12/2007 - 23:21 | Warnen spam
Robert Jasiek wrote:

Da ich nur von Büchern und anderen Druckmedien scannen möchte,



Abgesehen von Kunstdruck werden in vielen Fàllen Farbfotos mit
304 DPI gedruckt, Graustufen ebenfalls, SW mit 2540 DPI.
Zum Scannen stellst Du entweder den Scanner auf diese Auflösung
ein, wenn Du eine Software zum Entrastern hast, oder Du nimmst
die vierfache Auflösung und legst dann Gaußrauschen drüber.

Da die Farbauflösung bei allen drei Scannern gleich ist und sie alle
auch Grau 16 bit extern können, scheint es da keinen Unterschied zu
geben. Ist das tatsàchlich so? Hat jemand praktische Erfahrung? (Beim
V10 fehlt die Angabe 1 bit im Datenblatt, aber das ist ja wohl nur
Schlampigkeit beim Erstellen desselben.)



Vielleicht fehlt die wirklich, weil der DSP aus Gründen der
Sparsamkeit diese Konvertierung nicht macht. Es Scanner arbeitet
grundsàtzlich im RGB-Modus mit 12 oder 13 Bit pro Kanal.
Die Datendezimierung erfolgt dann im DSP.
Da man aber bei 1 Bit pro Punkt dann Schwellenwerte und Blind-
farben vorgeben muss/kann, wird die Software im DSP etwas auf-
wàndiger.

Wie verhàlt es sich mit der Farbtreue (Auflicht, Scan vom Buch)? Dazu
schweigen sich die Datenblàtter aus, aber das interessiert mich am
meisten.



Da hat mich von vielen Herstellern Epson am wenigsten enttàuscht.
Ich hatte von 1991 bis 2003 ein GT 8000 im Betrieb und musste im
Laufe der Jahre mal die Lampenhelligkeit nachstellen, was aber im
Treiber einstellbar war.
Manche Rezensenten deuten an, dass man für mehr Geld die
entsprechend bessere Qualitàt erhàlt. Wie ist es wirklich?



Ein leistungsfàhiger robuster Scanner ist auch heute noch teuer.

Und wie
hinsichtlich Interferenzen (Moire-Effekte usw.)?



Einen so schlechten Scanner gibt es nicht, als dass der kein Moiree
produzieren kann - d.h. jeder Scanner, der 300 DPI und mehr kann,
liefert auch ein Moiree beim Scannen von gedruckten Bildern.

Warum ich keinen A3-Scanner kaufe? Würde ich ja gerne, aber die gibt
es fast nur für die Qualitàtsoberklasse und sie sind damit zu teuer
(Warum ist das eigentlich so?),



Seltenheitswert!

Norbert

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