Welches Dateisystem?

03/05/2016 - 17:39 von Sebastian Suchanek | Report spam
Hallo NG!

Demnàchst steht bei mir das Zusammenschrauben eines neuen Heimservers
auf dem Programm. Das eigentliche System incl. Home-Verzeichnisse wird
auf einer SSD landen, mutmaßlich mit ext4. Zusàtzlich sollen als
Datengrab auch noch Dreheisen in die Kiste: Zwei Stück WD Red à 4 oder
5TB[1], die als RAID1[2] laufen sollen. Als Betriebssystem ist Debian
Jessie vorgesehen.
Dabei soll die endgültige Konfiguration folgendes leisten:
- Wie schon gesagt: RAID1 der beiden HDDs.
- Irgendeine Art von Volume-Manager, um ggf. im laufenden Betrieb
Partitionen verschieben, erweitern usw. zu können.
- Über Prüfsummen o.à. geeigenete Vorbeugemaßnahme gegen "Bit Rot"[3].
- Verschlüsselung muss nicht zwingend sein, aber wenn's sozusagen "am
Weg liegt", nehme ich es auch gerne mit.

Nach ein wenig Überlegen und Recherchieren bin ich zwei prinzipiellen
möglichen Lösungen angekommen:
1. Der "klassische Weg" mit den Einzelkomponenten mdadm-RAID, LVM und
ext4.
2. Alles in einem mit btrfs.

Lösung Nr. 1 ist, wie gesagt, die klassische Lösung, zigfach bewàhrt und
dokumentiert. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der
Prüfsummen-Mechanismus von ext4 ein taugliches Mittel zur
Bit-Rot-Pràvention ist, insb. um im Zusammenspiel mit dem darunter
liegenden RAID im Schadensfall die (hoffentlich) richtige Version einer
Datei von einer der beiden RAID-HDDs zu holen[4].
Bei Lösung Nr. 2 wàre sozusagen "alles aus einer Hand", aber beim Lesen
diverser Quellen habe ich das Gefühl, dass btrfs irgendwie doch noch ein
wenig "beta" ist. (Ich kann mich natürlich tàuschen...)

Lange Rede, kurzer Sinn: Wie würdet Ihr die o.g. Laufwerkskonstellation
einrichten und warum?


TIA,

Sebastian

_____
[1] Mal schauen, was man günstig bekommt...
[2] Um den Standardeinwand zuvor zu kommen: ja, ich weiß, dass ein RAID
kein Backup ersetzt.
[3] Solche Fehler sollen natürlich nicht nur erkannt, sondern soweit
irgend möglich auch behoben werden.
[4] Die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Fehler beide HDDs gleichzeitig
an der gleichen Stelle betrifft, geht IMHO stark gegen Null.
 

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#1 Helmut Hullen
03/05/2016 - 18:14 | Warnen spam
Hallo, Sebastian,

Du meintest am 03.05.16:

Lösung Nr. 1 ist, wie gesagt, die klassische Lösung, zigfach bewàhrt
und dokumentiert. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der
Prüfsummen-Mechanismus von ext4 ein taugliches Mittel zur
Bit-Rot-Pràvention ist, insb. um im Zusammenspiel mit dem darunter
liegenden RAID im Schadensfall die (hoffentlich) richtige Version
einer Datei von einer der beiden RAID-HDDs zu holen[4].



Raid ist keine Datensicherung, Raid ersetzt keine Datensicherung.

Viele Gruesse
Helmut

"Ubuntu" - an African word, meaning "Slackware is too hard for me".

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