Welches Oszilloskop und wo kaufen?

10/01/2009 - 23:00 von Jürgen Böhm | Report spam
Hallo allesamt,

bin zur Zeit auf der Suche nach dem "richtigen" Oszilloskop und nach
làngerem Wàlzen von Beratungsthreads im Internet mehr oder weniger beim
Tektronix TDS2024B "hàngengeblieben".

Als Konkurrenz in der "Endausscheidung" hatte ich noch das Agilent
DSO3202A oder auch die Idee ein Oszilloskop mit viel besseren
Eigenschaften (vor allem höhere Bandbreite) gebraucht zu kaufen.

Anwendung des Oszilloskops soll der reine Hobbybereich sein, aber mich
interessieren hier besonders die Hochfrequenzphànomene, ich würde gerne
mit kleinen Oszillatorschaltungen im Bereich 10-180Mhz anfangen, das
Verhalten der Kombination von Schwingkreisen und Filtern mehr oder
weniger systematisch (halb spielerisch, halb exakt) untersuchen - eben
einfach "die Phànomene im Hf-Bereich" ein bißchen praktisch ergründen
(z.B. wie wirkt ein naher Funkenschlag auf verschieden abgestimmte
Schwingkreise, Schwingungen im Ghz Bereich in Hohlraumresonatoren, hier
reicht wohl kein von mir bezahlbares Oszilloskop hin, aber ich hatte mir
überlegt über Mischfrequenzen in den meßbaren Frequenzbereich absteigen
zu können).

Jedenfalls hatten mich diese Überlegungen zu dem Wunsch nach möglichst
hoher Bandbreite geführt, 4 Kanàle finde ich deshalb sinnvoll, weil das
Kanal/Preis Verhàltnis damit deutlich ansteigt und außerdem es sicher
oft interessant ist, auch mal vier Punkte in einer Schaltung
gleichzeitig zu studieren. Ein digitales Speicheroszilloskop finde ich
wegen der Sampling-Möglichkeiten von 1-mal Ereignissen interessant, vom
Kontaktprellen über Kondensatorentladung bis hin zu sehr schnellen
Ereignissen, wie den durch Funkenüberschlag ausgelösten Wellen.

Ich könte jetzt noch viel Hins- und Hers aufschreiben, aber nun
einfach meine Frage: Fahre ich mit dem TDS2024B wirklich am besten, wenn
ich etwa 2100 Euro für ein Oszilloskop ausgebe? Zweitens: Wo kaufen? Als
Privatmensch scheint dies ja unendlich schwierig zu sein, wenn man nicht
hunderte Euros draufzahlen will. Für Geschàftskunden bietet Farnell das
Geràt zur Zeit für 1870 Netto und Datatec (offizieller Tek Distributor?)
hat eine Promotion laufen:

http://www.datatec.de/TDS2024B-Oszilloskop.htm

Eigentlich würde ich dort am liebsten kaufen, aber auch da heißt es in
den AGB: Nur Gewerbe, Behörden, Bildungseinrichtungen. Gibt es
vielleicht doch einen Weg ohne gleich zu mühsamen Tricksereien mit dem
"Scheingewerbe" zu greifen?

Danke im voraus für jede Antwort, und vielleicht will ja der eine oder
andere noch generell etwas zum Experimentieren mit Hf und
diesbezüglicher Meßtechnik sagen, Tips, Links und Buchempfehlungen
werden dankbar aufgenommen!

Grüße

Jürgen



Jürgen Böhm www.aviduratas.de
"At a time when so many scholars in the world are calculating, is it not
desirable that some, who can, dream ?" R. Thom
 

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#1 Olaf Kaluza
10/01/2009 - 23:51 | Warnen spam
Jürgen Böhm wrote:

Anwendung des Oszilloskops soll der reine Hobbybereich sein, aber mich
interessieren hier besonders die Hochfrequenzphànomene, ich würde gerne
mit kleinen Oszillatorschaltungen im Bereich 10-180Mhz anfangen, das



Identische Vorstellungen meinerseits haben bei mir schnell zu der Idee
gefuehrt das man einen Spektrumanalyzer braucht. Wollte ich mir
eigentlich selber bauen. Ueberpruefung des Wechselkurses ergab dann
das es sehr viel vernuenftiger war sich einen Einschub fuer meinen
7623A in Canada zu kaufen. .-)

reicht wohl kein von mir bezahlbares Oszilloskop hin, aber ich hatte mir
überlegt über Mischfrequenzen in den meßbaren Frequenzbereich absteigen
zu können).



Wenn die Kohle begrenzt ist dann wuerde ich mir ein so schnelles Oszi
wie moeglich kaufen und digital waere IMHO nicht so wichtig. Anders
gesagt scheint mir hohe Bandbreite fuer HF wichtiger zu sein als
Speichermoeglichkeit.

Jedenfalls hatten mich diese Überlegungen zu dem Wunsch nach möglichst
hoher Bandbreite geführt, 4 Kanàle finde ich deshalb sinnvoll, weil das



Ich glaube ich habe bisher noch nie vier Kanaele gebraucht. Dabei habe
ich die sogar weil bei meinem 7000er zwei 7A18 dabei waren als ich den
gekauft habe. Waere mir aber keinen Euro extra wert. Ich wuerde
jederzeit einen 7A18 gegen einen anderen Einschub tauschen. (nur falls
sich jetzt einer angesprochen fuehlt :-)

gleichzeitig zu studieren. Ein digitales Speicheroszilloskop finde ich
wegen der Sampling-Möglichkeiten von 1-mal Ereignissen interessant, vom
Kontaktprellen über Kondensatorentladung bis hin zu sehr schnellen
Ereignissen, wie den durch Funkenüberschlag ausgelösten Wellen.



Ja schon, aber halt auch sehr teuer. Wenn Geld unbegrenzt da ist dann
wuerde ich das auch nehmen. Wenn es begrenzt ist dann ist umschichten
in mehr Bandbreite sinnvoller. Aber wirklich sinnvoll ist wohl ein
Spektrumanalyzer.
Was vielleicht auch noch interessant waere, es gibt seit kurzem die
Moeglichkeit nette Networkanalyzer mit den DDS von AD zu bauen. Gibt
es wohl auch als Bausatz.

Olaf

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