Wer ist für welchen Teil zuständig?

28/07/2016 - 12:12 von R.Kiefer.SPAEM | Report spam
Hallo!

Oder: wie funktioniert DSL mit der Telekom als Vermieter des letzten km
und einem anderen Provider?

Konkret: nach meinem Kenntnisstand gehört hier der "letzte km" der
Telekom. Meinen Internet-Zugang inkl. VoIP-Telefonie habe ich von
Easybell (ADSL 2+, Annex B).

Aufgrund massiver Probleme in den vergangenen Monaten mit diesem
"letzten km" mußte ich ein bißchen forschen, weswegen die Download-Rate
teilweise unterirdisch ist (<0,2Mb/s statt wie sonst 4,5Mb/s), ein Ping
zum Sip-Server zu manchen Tageszeiten jedes 5. Mal nicht durchkommt, die
Verbindung zu manchen Zeiten alle 10-15min abbricht (nicht DSL, sondern
ein paar Schichten höher), usw.

Allerdings ist das Fehlerbild nicht eindeutig, weswegen ich mir und
Easybell die Frage stellte, wo eigentlich deren Leitung und Hoheit
beginnt. Easybell verràt es mir nicht.

Mein gedankliches Modell aufgrund der Beobachtungen: Easybell hat
entgegen meiner ursprünglichen Annahme gar keine Hardware in der für
mich zustàndigen Vermittlungsstelle stehen. Easybell betreibt ihre erste
Hardware in der 20km entfernten "deutschen Internet-Hauptstadt". Der
Name im DNS deutet es an. Das würde bedeuten, daß die Telekom meinen
"letzten km" per VPN oder Vergleichbarem über 20km zum
Easybell-"Einwahlgeràt" routet.

Mit diesem Modell könnte ich mir erklàren, weswegen ich mir nicht nur
die Telekom-Probleme auf der Kupferdoppelader einfange, sondern auch
deren Kapazitàtsproblem bei der Anbindung des hiesigen Dorfs.

Erschwerend kommt dazu, daß auch Easybell auf ihren Backbones ein paar
Kapazitàtsproblem zu haben scheint. Pathping vom Windows-PC làßt so was
vermuten.

Verschwörungstheoretisch ist damit sogar zu erklàren, weswegen die
Telekom ihre eigenen Anschlüsse mit 1Mb/s verkauft, mir Easybell zwar
anfangs auch nur 1Mb/s einrichtete, ich aber auf Nachfrage 4,5Mb/s
bekam. Und wie sich jetzt herausstellte, funktioniert zu manchen
Tageszeiten sogar 5,8Mb/s völlig störungsfrei. Eines der Probleme hier
làge somit nicht an den angeblich langen Leitungen im Boden, sondern an
der miserablen Außenanbindung des Dorfs, wo die Leitungskapazitàt fehlt.

Kann mir jemand mein gedankliches Modell bestàtigen oder widerlegen?

Gruß, Ralf
 

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#1 Harald Klotz
28/07/2016 - 13:37 | Warnen spam
Ralf Kiefer schrieb:

Konkret: nach meinem Kenntnisstand gehört hier der "letzte km" der
Telekom. Meinen Internet-Zugang inkl. VoIP-Telefonie habe ich von
Easybell (ADSL 2+, Annex B).



Nicht immer, aber meistens.
Es gibt wohl Anschlüsse wo Vodafone oder auch anderen die Kabel
gehören.
Allerdings bekommst du dort auch nur Anschlüsse von denen, die müssen
ihre Kabel nicht an andere Vermieten.

Hier hat man im Recht einen Fehler begangen.
In Neubaugebieten muss nicht unbedingt die Telekom die Kabel legen, da
bieten sich dann andere an um ein Monopol zu haben und die Preise
diktieren zu können.

Aufgrund massiver Probleme in den vergangenen Monaten mit diesem
"letzten km" mußte ich ein bißchen forschen, weswegen die
Download-Rate teilweise unterirdisch ist (<0,2Mb/s statt wie sonst
4,5Mb/s), ein Ping zum Sip-Server zu manchen Tageszeiten jedes 5.
Mal nicht durchkommt, die Verbindung zu manchen Zeiten alle
10-15min abbricht (nicht DSL, sondern ein paar Schichten höher),
usw.



Latztlich ist dein Anbieter verantwortlich, der sich dann mit der
Telekom auseinandersetzen muss.
Die Probleme liegen vermutlich auch kaum im gemieteten Kabel, eher in
der Technik, die auch gemietet sein kann aber wohl meist dem Anbieter
gehört, der im Telekom Verteiler installiert hat.

Grüße Harald

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