Wetterung

05/10/2013 - 15:32 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
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Moin!

Hier(tm) im platten Land stand man schon historisch vor dem Problem,
ebene Landflàchen mit hohem Grundwasserstand zu entwàssern. Das wurde
mit einem Gràbensystem gelöst, das in etwa so aussah:
Vorfluter

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Das Land wurde mit einem System paralleler Entwàsserungskanàle in
regelmàßigen Abstànden von ca. 16 m (waagerechte Linien) durchzogen,
die in dazu senkrecht verlaufenden "Wettern" (breitere Kanàle)
mündeten. Diese führten ihrerseits durch Sielöffnungen im Deich in den
Vorfluter (Fluß oder Meer).

Die Aufgabe hat gewisse Ähnlichkeit damit, eine Photozellenoberflàche
mit Leitern zu versehen, die den erzeugten Strom zu den
Anschlußleitungen führen sollen.

Ich frage mich jetzt gerade, ob die historische Anordnung eigentlich
optimal ist, bzw. wie man sie verbessern könnte.

Annahmen:
- Das abzuführende Wasser fàllt in der Flàche an (Niederschlàge) und
làuft dann oberflàchlich in die Gràben ab bzw. versickert ins
Grundwasser.
- Die Gràben haben senkrecht zu ihrem Verlauf einen maximalen
Einzugsbereich, der nicht überschritten werden sollte.
- Die maximale Einzugsflàche eines Grabens ist beschrànkt - bevor sie
überschritten wird, muß das Wasser durch breitere Wettern
abgeführt werden.

Minimiert werden sollen die Kosten für die Entwàsserung, die sich als
Grabenaushub pro Landflàche (fàllt periodisch an, da die Gràben immer
wieder zum Entschlammen neu ausgegraben werden müssen) bemessen
lassen.

So auf Anhieb würde ich mal überlegen, ob man nicht von einer
hexagonalen Fliesung ausgehen sollte und die Gràben in die Fugen
legen, aber nicht unbedingt in alle. Gibt es sowas wie eine kanonische
Lösung?

(Zur Entschuldigung unserer Ahnen muß man natürlich anführen, daß ein
Rechteckmuster vermessungstechnisch am einfachsten zu realisieren
gewesen sein dürfte und zudem die rechteckigen Flurstücke auch für die
Bodenbearbeitung günstig gewesen sein dürften - parallele Pflugfurchen
in Làngsrichtung. Allerdings wurde das Land hauptsàchlich einfach nur
beweidet und nicht beackert.)


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 Hans-Peter Diettrich
05/10/2013 - 21:28 | Warnen spam
Ralf . K u s m i e r z schrieb:

Ich frage mich jetzt gerade, ob die historische Anordnung eigentlich
optimal ist, bzw. wie man sie verbessern könnte.

Annahmen:
- Das abzuführende Wasser fàllt in der Flàche an (Niederschlàge) und
làuft dann oberflàchlich in die Gràben ab bzw. versickert ins
Grundwasser.
- Die Gràben haben senkrecht zu ihrem Verlauf einen maximalen
Einzugsbereich, der nicht überschritten werden sollte.
- Die maximale Einzugsflàche eines Grabens ist beschrànkt - bevor sie
überschritten wird, muß das Wasser durch breitere Wettern
abgeführt werden.



Damit müßten die Gràben eher trapezmàßig sein, zum Abfluß hin immer
breiter. Man könnte mit einem solchen Graben anfangen, und dann
Abzweigungen hinzufügen bis die optimale Entwàsserung erreicht ist. Eher
ein physikalisches (Strömung-)Problem.

Minimiert werden sollen die Kosten für die Entwàsserung, die sich als
Grabenaushub pro Landflàche (fàllt periodisch an, da die Gràben immer
wieder zum Entschlammen neu ausgegraben werden müssen) bemessen
lassen.



Das dürfte ein weiteres Problem sein, das die Wahl der Grabengeometrie
einschrànkt. Hinzu kommt die nutzbare Flàche, die gegenüber den Gràben
nicht zu klein oder zu zerklüftet werden sollte.

Man könnte auch auf eine unterirdische Drainage zurückgreifen, welche
die Flàche nicht zerklüftet oder sonstwie reduziert, wobei die Kosten
für die Ràumung der Rohre zu ermitteln wàren.

So auf Anhieb würde ich mal überlegen, ob man nicht von einer
hexagonalen Fliesung ausgehen sollte und die Gràben in die Fugen
legen, aber nicht unbedingt in alle. Gibt es sowas wie eine kanonische
Lösung?



Kai Neahnung, ob sich rein geometrisch eine eindeutig optimale Lösung
finden làßt. Als Programmierer würde ich eher evolutionàr vorgehen, eine
Lösung schrittweise verbessern bis ein Optimum erreicht wird oder sonst
eine Randbedingung zuschlàgt.

DoDi

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