Wie ein Internet der Energie funktioniert

03/05/2010 - 17:42 von Martin Kobil | Report spam
In den Denkmustern der Energiewirtschaft vollzieht sich gerade ein
grundlegender Wandel, ausgelöst durch den Ausbau der fluktuierenden
erneuerbaren Energien: Früher ging man davon aus, dass sich die
Stromerzeugung an der Nachfrage orientieren muss. Heute weiß man, dass
es oft sinnvoller ist, den Verbrauch am Angebot zu orientieren.
Volkswirtschaftlich betrachtet ist das meist billiger als neue
Stromspeicher zu bauen.

Doch nicht nur die intelligente Steuerung des Verbrauchs ist Teil des
Smart Grid - auch die optimale Steuerung der Stromerzeuger gehört
dazu. Das wird zwangslàufig die gesamte Kraftwerkslandschaft
veràndern: "Wir müssen entscheiden, was wir schwerpunktmàßig ausbauen,
die erneuerbaren Energien oder unflexible Großkraftwerke, beides
zusammen widerspricht sich"

Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy hat nun ein Forschungsprojekt
gestartet: Das Unternehmen schaltet Blockheizkraftwerke (BHKWs),
Fotovoltaik- und Kleinwindkraftanlagen an drei Standorten (Hamburg,
Kassel und Köln) so zusammen, dass die BHKWs die
Erzeugungsschwankungen von Wind und Sonne ausgleichen. Dieses
virtuelle Kraftwerk liefert also immer Strom in der nötigen Menge,
unabhàngig vom Wetter. Das funktioniert allerdings nur, weil die BHKWs
wesentlich flexibler sind als große Meiler.

Solche Konzepte sind teil jener visionàren Stromwirtschaft, die das
Fraunhofer-Anwendungszentrum für Systemtechnik Ilmenau als Stromnetz
2.0 bezeichnet: "Das Stromnetz der Zukunft ist nicht mehr nur ein
Geflecht aus Strommasten und Leitungen, sondern koordiniert Einspeiser
sowie Verbraucher über IT-Systeme und sorgt für einen gleichmàßigeren
Lastverlauf, der Verbrauchsspitzen vermeidet", sagt Peter
Bretschneider vom Fraunhofer-Anwendungszentrum für Systemtechnik.

Damit deutet inzwischen alles darauf hin, dass das Stromnetz der
Zukunft ganz anders funktionieren wird als jenes der Vergangenheit. Es
wird gesteuert sein von vielen dezentralen Einheiten, die ihren
Verbrauch und ihre Erzeugung jeweils optimieren. Ein großes Vorbild
für die künftige Architektur des Stromnetzes gibt es schließlich
làngst: das Internet. So wie im Web heute jeder sowohl Anbieter wie
auch Empfànger von Informationen sein kann, so wird künftig auch jeder
Bürger Erzeuger und Verbraucher von Strom sein können. Das neue
Schlagwort liegt daher auf der Hand: Wir werden ein Internet der
Energie bekommen.

Die Zitate stammen aus dieser Quelle:
http://www.ftd.de/wissen/:intelligenter-stromverbrauch-wie-ein-internet-der-energie-funktioniert/50107139.html
 

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#1 Wolfgang Uhr
03/05/2010 - 20:32 | Warnen spam
Hallo

Martin Kobil schrieb:

In den Denkmustern der Energiewirtschaft vollzieht sich gerade ein
grundlegender Wandel, ausgelöst durch den Ausbau der fluktuierenden
erneuerbaren Energien:



Die neuen Zeritifikate eröffnen inzwischen eine völlig neue
Verdienstmöglichkeit. Hier kann man ein weiteres mal Geld verdienen,
ohne produktiv zu sein.

Früher ging man davon aus, dass sich die
Stromerzeugung an der Nachfrage orientieren muss. Heute weiß man, dass
es oft sinnvoller ist, den Verbrauch am Angebot zu orientieren.



Auch heute ist es sinnvoller, den wenn man sich mit der Erzeugung an der
Nachfrage orientiert. Das ist nach wie vor Kundennnàher. Allerdings,
wenn man die extrem teuere Luxusenergie aus Wind und Sonne wirklich
endlich enimal teilweise nutzen will, dann sollte man den Verbrauch am
Angebot orienteren.

Der Kunde muss also demnàchst nicht nur mehr bezahlen, er muss auch den
Stromverbrauch vom Anbieter steuern lassen können.

Volkswirtschaftlich betrachtet ist das meist billiger als neue
Stromspeicher zu bauen.



Rein technisch ist man gar nicht in der Lage, die eigentlich nötigen
Stromspeicher zu bauen, um die regenerativen Energien in gleicher Weise
verfügbar zu haben wie die bisherige.

Doch nicht nur die intelligente Steuerung des Verbrauchs ist Teil des
Smart Grid - auch die optimale Steuerung der Stromerzeuger gehört
dazu. Das wird zwangslàufig die gesamte Kraftwerkslandschaft
veràndern:



Allerdings wird der Verbraucher durch die neuen Techniken zunehmend
glàsern. Per Smart Grid wissen wir irgendwann *wofür* der Verbraucher
den Strom braucht und können ihn zum Beispiel darauf hinweisen, dass der
Kühlschrank im Keller nicht mer zeitgemàß ist, die Position des
Kühlschranks schon, er ist zu alt und technisch zu schlecht. Wir können
ihn dann anschreiben, ihn bitten, nicht mehr die Umwelt zu zerstören und
sich einen technisch besseren Kühlschrank zuzuzlegen.

"Wir müssen entscheiden, was wir schwerpunktmàßig ausbauen,
die erneuerbaren Energien oder unflexible Großkraftwerke, beides
zusammen widerspricht sich"



Wir müssen entscheiden, was wir wir in welchem Umfang ausbauen, die
unflexiblen erneuerbaren Energien oder die flexiblen Großkraftwerke. Es
sollte klar sein, dass wir trotz einer theoretischen 200% Abdeckung
unserer Ennergie duch Sonne und Wind niemals auf Großkraftwerke
verzichen können, denn diese müssen in jedem Fall Nachts und bei der
Flaute aktiv werden.

Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy hat nun ein Forschungsprojekt
gestartet: Das Unternehmen schaltet Blockheizkraftwerke (BHKWs),
Fotovoltaik- und Kleinwindkraftanlagen an drei Standorten (Hamburg,
Kassel und Köln) so zusammen, dass die BHKWs die
Erzeugungsschwankungen von Wind und Sonne ausgleichen.



ok ...

Dieses
virtuelle Kraftwerk liefert also immer Strom in der nötigen Menge,
unabhàngig vom Wetter.



Dieses virtuelle Kraftwerk liefert in den kalten Wintermonante bereits
den Strom in der nötigen Menge, unabhàngig vom Wetter.

Das funktioniert allerdings nur, weil die BHKWs
wesentlich flexibler sind als große Meiler.



In diesen Montaten funktioniert das trotz der extremen Unflexibilitàt
der BHKWs. Warum? In dieser Zeit wird die Heizung oft genug angefragt.
Ein BHKW stellt pràmàr Wàrme her und wenn die Wohnung warm ist, dann
schaltet es ab. Wenn bei Sonne (tagesverlauf) und bei Wind
(Wetterprognosen) einiger Voraussagen über die mögliche Stromlieferung
denkbar ist, dann versagt hier das BHKW ganz. Die Mieter müssen nur über
Weihnachten *alle gemeinsam* ein paar Tage in Mallorca sein und das BHKW
steht.

Solche Konzepte sind teil jener visionàren Stromwirtschaft, die das
Fraunhofer-Anwendungszentrum für Systemtechnik Ilmenau als Stromnetz
2.0 bezeichnet: "Das Stromnetz der Zukunft ist nicht mehr nur ein
Geflecht aus Strommasten und Leitungen, sondern koordiniert Einspeiser
sowie Verbraucher über IT-Systeme und sorgt für einen gleichmàßigeren
Lastverlauf, der Verbrauchsspitzen vermeidet", sagt Peter
Bretschneider vom Fraunhofer-Anwendungszentrum für Systemtechnik.



ok

Damit deutet inzwischen alles darauf hin, dass das Stromnetz der
Zukunft ganz anders funktionieren wird als jenes der Vergangenheit.



Es deutet daher alles darauf hin, dass das Stromnetz der Zukunft einmal
erheblich teuerer sein wird und außerdem auch erheblich unzuverlàssiger
sein dürfte. Stromausfàlle dürften zunehmen.

Es
wird gesteuert sein von vielen dezentralen Einheiten, die ihren
Verbrauch und ihre Erzeugung jeweils optimieren. Ein großes Vorbild
für die künftige Architektur des Stromnetzes gibt es schließlich
làngst: das Internet.

So wie im Web heute jeder sowohl Anbieter wie
auch Empfànger von Informationen sein kann, so wird künftig auch jeder
Bürger Erzeuger und Verbraucher von Strom sein können. Das neue
Schlagwort liegt daher auf der Hand: Wir werden ein Internet der
Energie bekommen.



ok


My Sixpence
Wolfgang


Die Zitate stammen aus dieser Quelle:
http://www.ftd.de/wissen/:intelligenter-stromverbrauch-wie-ein-internet-der-energie-funktioniert/50107139.html

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