Wie es die Natur fertig bringt "Leben" sein (was: Re: Die Kreisphysik der Welt und des Lebens.)

07/11/2013 - 09:58 von Carsten Thumulla | Report spam
Kurt schrieb:


Die Natur ist deterministisch, das bedeutet nicht das sie einen Plan
hat (ihr einer vorgegeben wurde) denn dann wàr es nicht
deterministisch,sondern vorgezeichnet.

Deterministisch steht für "immer perfekt, immer ohne Ausnahme, immer
nach dem Gesetz, dem Naturgesetz.

Da bedeutet das es keinerlei Abweichung vom Gesetz gibt, das was
kommt ist so wie es sich aus dem was ist ergibt, ergibt aufgrund der
Naturgesetze und dem Zustand der gerade herrscht.

Der Zustand der ist ist geboren aus dem Zustand, dem letzte Zustand
der war, dem vergangenen Jetzt(zustand).

Der Zustand der ist ist deswegen so, es ist jetzt der Jetztzustand,
das Jetzt, weil der vorhergehende... und die Einwirkung des/der
Naturgesetze es so ergeben. Das ist immer so, da gibts keine
Ausnahme, keine Unschàrfe, keinen Zufall oder sonstwas was da was
reinmankelt.

Das Jetzt ist geboren aus dem Jetzt unter Einwirkung der
Naturgesetze. Damit wàr alles gesagt, wenn da nicht... Wenn da nicht
das wàre was eingreift. Ich hab das Beispiel mit der ASCI-Tastatatur
gebracht, es gibt seeer viele davon.

Nochmal, mich interessiert all das geniale des Menschseins und der
Tier/Planzenwelt und den schlauen Strategien und und ... nicht. Mich
interessiert einzig wie es die Natur fertig bringt "Leben" sein zu
lassen (trotz ihrer deterministischen Grundstruktur).



Genau das ist die entscheidende Frage. Und die Antwort ist bekannt, die
Menschen weigern sich nur, sie zu Ende zu denken. Das Überlebensprinzip
der Evolution ist so einfach und grundlegend, daß es nicht zu knacken
ist, von der ersten Membran bis zur menschlichen Gesellschaft.

Sollte es eines Tages eine funktionierende Gesellschaftstheorie,
Wirtschaftstheorie... geben, dann ist die Basis dazu eine erweiterte
Entwicklungstheorie.

Das Leben kann nur eine Fortführung der physischen Welt sein. Was
hinzukommt ist die Information, die Abbildung physischer Struktur in
einer anderen Struktur.
Diese Information existiert nicht absolut, nicht 'an sich'. Sie ist nur
in Bezug auf ein sie lesendes, sie empfangendes System existent.
Folglich haben sich auch eine bestimmte Information und ihr Empfànger
gemeinsam entwickelt. Die ersten Strukturen, Membranen möglicherweise,
speicherten schon Information. Sie unterschieden die Materialien, die in
die eine Richtung mußten, von denen, die in die andere Richtung mußten.
Sensor und Aktor waren noch eng gekoppelt.

Die Information, die mit Leben untrennbar verbunden ist, durchbricht
keine physikalischen Prinzipien, sie erweitert sie. Sie ist das Abbild
eines physischen Bereiches in einem anderen Bereich. Das gibt es oft
genug in der physischen Welt. Aber erst der, der sie lesen kann, macht
sie zu Information. Information ist folglich zwangslàufig relativ. Auch
unterschiedliche Empfànger werden einem Signal unterschiedliche
Information entnehmen, abhàngig von ihrem Kenntnisstand, ihrem
Entwicklungsstand.

Erklàrungen der belebten Welt über Zufall gehen völlig an der Sache
vorbei. Sie sind kontraproduktiv und làcherlich.



Die Dauer eines Jetztzustandes dauert eine Dauer von 1.234 x 10^77
pro Sekunde. Pro Sekunde existieren also 1.234 x 10^77 Jetztzustànde
die alle eine Dauer lang andauern. Nein, es ist nicht die Plankzeit,
die ist mir viel zu lang.

Meine Version von Leben beschrànkt sich darauf wàrend einer Dauer,
also einem Jetztzustand, also dem Jetzt, einzugreifen, den -alten
Zustand- zu veràndern.

Das, und nicht mehr, ist der Unterschied zu leblos.



So ist es. Jede Informationsaufnahme, die mehr ist als eine weitere
physische Abbildung, bewirkt etwas, das nicht direkt sondern indirekt
auf die physische Quellstruktur zurückzuführen ist. Sie tut das über
Verstàrker und Verknüpfung mit anderer Information. Leben ist
Informationsverarbeitung.
Unter Abbau freier Energie werden Wirkungen aus verschiedenen Bereichen
verknüpft. Das Ganze geschieht mit der Zielvorgabe der Selbsterhaltung.
Ein einfacher Regelkreis enthàlt schon eine solche Zielvorgabe.



Damit das Eingreifen auch etwas "Sinnvolles" ergibt ist es notwendig
vorauszuplanen, ein Ziel zu sehen, besser, zu erstellen. Ist das
Ziel da kanns losgehen, kanns in Richtung Ziel -wird so werden-
gehen.

Das geht aber nur wenn -zur richtigen Zeit- die richtigen Schritte
erfolgen, also müssen die einzelnen Schritte vorgeplant,
vorgezeichnet, und zur richtigen "Zeit" auch ausgeführt werden.



Ein Komplex solcher Regelkreise mit Zielvorgaben kann nur entstehen,
wenn er insgesamt selbsterhaltend funktioniert.



Dazu ist ein Supercomputer notwendig der das erledigt. Solch ein
"Geràt" haben selbst primitivste Organismen, denn auch sie sind in
der Lage zu steuern/einzugreifen/zu veràndern.

Sie sind in der Lage zur -richtigen Zeit die richtigen Schritte-,
sprich Manipulationen am Jetzt, durchzuführen.

Kann das eine Materie dann -lebt- sie, ansonsten ist sie tot. Ist
sie tot dann kann sie nicht eingreifen, denn sie hat weder einen
Plan noch die Instrumente dazu.



So ist es.



Wirksam eingegriffen kann nur werden wenn es eine Möglichkeit dazu
gibt, und die gibt es. Die "Energieerhaltung" in der Natur ist
Bewegung. Schafft es so ein "Lebendes Ding" bewegungsveràndernd
einzugreifen dann kommts zu Verànderungen im nàchstem, und somit
auch den folgenden Jetzt.

Es wird der Determinismus ausgetrickst, er brütet ein Kukuksei aus,
denn er ist zwar immer noch 100% tig wirksam. Nur wurden ihm, bevor
das Naturgesetz zuschlàgt, "fremde" Eier untergeschoben.



Der Determinismus wird nicht ausgetrickst. Es gibt keinen Bruch zur
physischen Welt. Es kommen "nur" die Information und ihre Verknüpfung
und die Signalverstàrkung hinzu. Auch diese sind Teil der physischen
Welt. Die Kombination macht es eben.


Carsten
http://thumulla.com/KdS_info.html
http://thumulla.com/Darwin_und_was_dann.html
 

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#1 Volker Birk
07/11/2013 - 10:49 | Warnen spam
In de.sci.philosophie Carsten Thumulla wrote:
Genau das ist die entscheidende Frage. Und die Antwort ist bekannt, die
Menschen weigern sich nur, sie zu Ende zu denken. Das Überlebensprinzip
der Evolution ist so einfach und grundlegend, daß es nicht zu knacken
ist, von der ersten Membran bis zur menschlichen Gesellschaft.



Irrtum.

Wer eine Kultur nur auf dem Überlebensprinzip fussen làsst, hat das
Wichtigste nicht verstanden: was den Menchen von anderen Tieren trennt.

Viele Grüsse,
VB.
Internet ist die neue Schokolade!

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