Wie funktioniert eigentlich eine Bandbreitenbegrenzung?

06/04/2013 - 00:50 von Daniel Mueller | Report spam
Hallo,

wie funktioniert eigentich eine (softwaremàßige) Begrenzung der
Bandbreite? Sprich wie làßt diese sich z:B. unter Debian umsetzen?

Logisch erscheint mir, zwei unterschiedliche Netzwerkkarten zu
benutzen, die eine mit 10 MBit und die andere mit 1000 MBit. Klar, das
hier (routing vorausgesetzt), eine Begrenzung stattfindet. Doch wie
funktioniert dies, wenn zwei Netzwerkkarten á 1000 MBit eingesetzt
werden? Jedes xte Paket zu verwerfen ist ja eigentlich auch nicht der
"wahre Jakob", da doch unnötig Traffic duch die verworfenen Pakete
erzeugt wird. (So empfiehlt LANCOM es bei seinen WLAN Routern mit
entsprechender Firewall Filterregel).

Ideen? Konkrete Lösungen? Vorab vielen Dank!!




Herzliche Grüße
Daniel Müller
 

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#1 Juergen P. Meier
06/04/2013 - 09:22 | Warnen spam
ein Invalider:
wie funktioniert eigentich eine (softwaremàßige) Begrenzung der
Bandbreite? Sprich wie làßt diese sich z:B. unter Debian umsetzen?



Ueblich sind Buckets (Fifo- oder Ringbuffer) mit Burstpuffern.

Logisch erscheint mir, zwei unterschiedliche Netzwerkkarten zu
benutzen, die eine mit 10 MBit und die andere mit 1000 MBit. Klar, das



Nein. So macht man das nicht, denn da hast du keinerlei Kontrolle
darueber, welche Pakete weggeworfen werden.

hier (routing vorausgesetzt), eine Begrenzung stattfindet. Doch wie



Und es werden wahlfrei ohne jede Diskriminierung Pakete verworfen.

funktioniert dies, wenn zwei Netzwerkkarten á 1000 MBit eingesetzt
werden? Jedes xte Paket zu verwerfen ist ja eigentlich auch nicht der
"wahre Jakob", da doch unnötig Traffic duch die verworfenen Pakete



Nein. Man unterteilt den Traffic in Klassen (Klassifizierung) und
wendet dann auf diese entsprechende Beschraenkungen (Diskriminierung) an.

Unter Linux heissen die Schlagworte "advanced routing" und "tc"

erzeugt wird. (So empfiehlt LANCOM es bei seinen WLAN Routern mit
entsprechender Firewall Filterregel).



Das ist die Holzhammermethode die nur eines verspricht: Aerger.

Ein konstanter, nicht diskriminierender Packet-loss sorgt nur dafuer,
dass die effektive Datenrate deutlich unter die verfuegbare Bandbreite
sinkt. Mit deutlich meine ich hier 50-95%.

Ideen? Konkrete Lösungen? Vorab vielen Dank!!



man tc

Juergen P. Meier - "This World is about to be Destroyed!"
end
If you think technology can solve your problems you don't understand
technology and you don't understand your problems. (Bruce Schneier)

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