Wie geht dieser Preis für Win7?

27/11/2014 - 12:43 von Axel Pötzinger | Report spam
Hallo NG,

ich wollte jetzt mal mein W7-HP-64Bit auf Pro upgraden, und hab mir dazu
von ibà eine OEM-Lizenz besorgt. Das war eines der vielen Angebote für
einen Key mit COA ohne DVD. Das Upgraden und die Aktivierung
funktionierte ohne Probleme.
Das Ganze bekam ich für 17 Euro.
Ich erwarb seinerzeit, noch vor Erscheinen von W7, das "Sonderangebot"
von MS für gut 60 Euronen.
Klar muss da ein Unterschied sein, wenn das Ganze ohne Box und DVD
kommt. Trotzdem würde mich schon interessieren, wie die Anbieter das
aktuell machen, W7 zu DEM Preis anbieten zu können? Weil die Quelle muss
ja MS sein. Und die verschleudern das?
Und bitte an dieser Stelle keine erneute Endlosdiskussion bzgl.
Legalitàt bestimmter Verfahrungsweisen, bzw. darüber, was in
Lizenzbedingungen drinsteht und wie das gemeint ist.

Servus
Axel
 

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#1 Ralph Aichinger
27/11/2014 - 13:16 | Warnen spam
Axel Pötzinger wrote:
Klar muss da ein Unterschied sein, wenn das Ganze ohne Box und DVD
kommt. Trotzdem würde mich schon interessieren, wie die Anbieter das
aktuell machen, W7 zu DEM Preis anbieten zu können? Weil die Quelle muss
ja MS sein. Und die verschleudern das?



Jenseits von Detailantworten, warum gerade dieser Lizenztyp so
günstig ist, im *Kern* làuft es IMHO darauf hinaus, daß Microsoft
unter einen *ernsthafen* Preisdruck geraten ist, und zwar insbesondere
bei Betriebssystemen (weniger bei Office) und insbesondere
am Client/Desktop (weniger am Server).

Gründe dafür sind IMHO u.a.:

Die Popularitàt von Android (und ChromeOS): Zum ersten mal seit
Microsoft groß geworden ist gibt es glaubwürdige Alternativen was
Betriebssysteme betrifft, gerade am "unteren Ende".

Das weniger relevant werden von Windows als Entwicklerplattform:
Viele Entwickler bieten erst gar keine Windows-Programme mehr an,
sondern gleich direkt Web-Anwendungen. Wenn ich ein Programm schreiben
würde, das z.B. einem Friseur hilft seine Kundinnen zu verwalten, dann
hàtte ich davon gleich mehrere Vorteile: Kopierschutz (wenn der Code
auf meinem Server làuft hab ich die Kontrolle darüber), pay as you go-
Verrechnungsmodelle (die Provinzbude mit einer Friseurin kann weniger zahlen
als die Großstadtkette mit 100), wirklich Cross-Platform (ich kann
ein Tablet zur Kasse legen, brauch mich nicht um Installation kümmern), etc.
Es ist absehbar daß in vielen Firmen bald nur mehr der Browser, vielleicht
ein Office-Paket und Mail/Kommunikation "nativ" laufen wird.

Die Frustration der Kunden mit "zu konfigurierbaren" Clients:
Ich will auf einem Rechner auf dem nur der Browser laufen soll nicht
dauernd Updates einspielen, Virenscanner pflegen, und die ganzen
"Wartungsarbeiten" machen, die bei einem Windows notwendig sind. Bei
einem Android-Tablet brauch ich das auch nicht. Die Chromebooks waren
zeitweise die bestverkauften Notebooks auf amazon.com-

Wenn man sich ansieht wie "Windows mit Bing" hergeschenkt wird, dann
ist absehbar, daß in nàchster Zeit für die Consumer-Versionen von
Windows nichts oder ein symbolischer Betrag von OEMs verlangt
werden wird. Eventuell auch nicht vom direktkaufenden Kunden, wenn
er auf die hübsche Kartonschachtel verzichtet.

/ralph

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