Wie kommt es zu einem Kabelbruch?

05/07/2013 - 18:36 von Thorsten Klein | Report spam
Hallo

Heute morgen beim Föhnen hatte ich ein unschönes Erlebnis: Ein
Lichtbogen im Bereich der Anschlussleitung, aber keine Abschaltung. Der
Föhn lief weiter, bis ich ihn manuell ausschaltete. Das Badezimmer ist
mit einem FI ausgerüstet (zusammen mit der Küche, der Rest der Wohnung
hat aber noch alte Leitungen ohne PE), der FI ist ein kombinierter
FI/LSS der Klasse C für 13 A.

Nach dem Ausschalten hatte ich erstmal was für die Nase. Die àussere
Isolierung und wohl auch die Isolierung einer Phase ist geschmolzen,
offenbar war aber noch genügend Isolierung ggü. der anderen Phase
vorhanden, denn einen Kurzen gabs anscheinend nicht. Die Zuleitung ist
eine H03VVH2-F 2x 0.75mm2, was bei einer Nennleistung von 1.25 kW
wirklich grenzwertig ist.

Der Föhn ist ca. 10 Jahre alt und evtl. ist die Zuleitung an der Stelle
mechanisch stark beansprucht worden über die Jahre hinweg. Für mich ist
nun klar dass ich einen neuen Föhn brauche, ist allerdings nicht das
erste Mal, dass ich Lichtbögen im Haushalt hatte.
Vor einiger Zeit in der Küche beim Leistungshungrigen Wasserkocher gab
es ab und zu beim Einschalten Lichtbögen im Stecker (betreibe den
Wasserkocher über ein selbstangefertigtes Adapter/Verlàngerungskabel mit
grosszügig bemessenem Querschnitt), Ergebnis: der Stecker hat sich
nahezu an die Steckdose festgeschweisst. Nach Austausch des
Adapterkabels ist Ruhe, jedoch habe ich auch da nur Brandspuren an einer
Phase entdeckt und auch die Anschlüsse waren gut und fest. Ich habe eher
den Eindruck, dass die Ursache irgendwo in der Haus/Wohnungsverdrahtung
liegt, und das macht mir Sorgen

Gruss,
Thorsten
 

Lesen sie die antworten

#1 Joerg
05/07/2013 - 19:03 | Warnen spam
Thorsten Klein wrote:
Hallo

Heute morgen beim Föhnen hatte ich ein unschönes Erlebnis: Ein
Lichtbogen im Bereich der Anschlussleitung, aber keine Abschaltung. Der
Föhn lief weiter, bis ich ihn manuell ausschaltete. Das Badezimmer ist
mit einem FI ausgerüstet (zusammen mit der Küche, der Rest der Wohnung
hat aber noch alte Leitungen ohne PE), der FI ist ein kombinierter
FI/LSS der Klasse C für 13 A.




13A? Ist das bei den Eidgenossen ueblich anstelle der deutschen 16A?


Nach dem Ausschalten hatte ich erstmal was für die Nase. Die àussere
Isolierung und wohl auch die Isolierung einer Phase ist geschmolzen,
offenbar war aber noch genügend Isolierung ggü. der anderen Phase
vorhanden, denn einen Kurzen gabs anscheinend nicht. Die Zuleitung ist
eine H03VVH2-F 2x 0.75mm2, was bei einer Nennleistung von 1.25 kW
wirklich grenzwertig ist.

Der Föhn ist ca. 10 Jahre alt und evtl. ist die Zuleitung an der Stelle
mechanisch stark beansprucht worden über die Jahre hinweg. Für mich ist
nun klar dass ich einen neuen Föhn brauche, ist allerdings nicht das
erste Mal, dass ich Lichtbögen im Haushalt hatte.




Tja, war wohl einfach verschlissen. Gerade bei Foens verdrillen sich die
Adern immer mehr. Wenn man das nicht regelmaessige entdrillt (und selbst
dann) kommt es irgendwann zum Kabelbruch. Besonders bei Billigmodellen
mit chinesischen Kabeln.

Abhilfe, praktiziere ich: Kurzhaarschnitt :-)


Vor einiger Zeit in der Küche beim Leistungshungrigen Wasserkocher gab
es ab und zu beim Einschalten Lichtbögen im Stecker (betreibe den
Wasserkocher über ein selbstangefertigtes Adapter/Verlàngerungskabel mit
grosszügig bemessenem Querschnitt), Ergebnis: der Stecker hat sich
nahezu an die Steckdose festgeschweisst. Nach Austausch des
Adapterkabels ist Ruhe, jedoch habe ich auch da nur Brandspuren an einer
Phase entdeckt und auch die Anschlüsse waren gut und fest. Ich habe eher
den Eindruck, dass die Ursache irgendwo in der Haus/Wohnungsverdrahtung
liegt, und das macht mir Sorgen




Altbau aus der Zeit als Frauen bei Euch noch kein Wahlrecht hatten? :-)

Irgendwann hat es auch die beste Steckdose hinter sich. Vielleicht mal
ein paar neue spendieren?

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Ähnliche fragen