Wie kriegt man HiFi-Stereo + Digitaldaten durch ein paar 100 Meter Kabel?

16/11/2009 - 19:15 von Christoph Müller | Report spam
Möchte eine Lautsprecherleuchte für eine katholische Kirchenbeschallung
bauen. Katholisch ist deshalb wichtig, weil die Kirchen - im Gegensatz
zu evangelischen - mehr Hall haben, damit der Gesang besser klingt.
Leider geht das auf Kosten der Sprachverstàndlichkeit, auf die ich
allerdings auch großen Wert lege.

So soll's funktionieren: Ein Lautsprecher strahlt frei in den Raum, um
damit den gewünschten Hall-Effekt zu bedienen. Ein anderer Lautsprecher
strahlt direkt von oben auf die Köpfe der Leute. Bis das durch Bànke und
Leute schon stark gedàmpfte Echo kommt, hat man schon verstanden, was
der Pfarrer (oder sonst wer) gesagt hat. So zumindest meine Hoffnung.
Weil LEDs verwendet werden sollen, nimmt man die Dimmfunktion natürlich
auch gerne mit.

Die vorhandenen Hàngeleuchten sollen also ausgetauscht werden. Per DALI
(scheint zu einem neuen europàischen Standard in der Beleuchtungstechnik
zu entwickeln) kann man digital bis zu 300 Meter (ein Bekannter hat auch
schon 400 Meter realisiert) überbrücken und 64 Stellen direkt
ansprechen. Osram bietet Geràte, die so angesprochen eine
Ausgangsspannung von 1...10 Volt liefern. Damit kann man dann direkt auf
Dimmerbausteine gehen, an denen dann die LEDs hàngen. Aber mit 1...10
Volt sollten sich doch auch Verstàrker davon überzeugen lassen, mit
einer bestimmten Lautstàrke Schall zu produzieren. (Vielleicht kann man
sie auch gleich digital ansprechen - gedacht hàtte ich da z.B. an STA328
von ST via digikey.) Pro Leuchte (10 sollen es werden) hàtte man also
drei Adressen zu vergeben. Insgesamt dann 30, was bis 64 noch reichlich
Reserven erlaubt.

Nun zu meinem Problemen:
Wie kriegt man den Ton störungsfrei, zuverlàssig und mit überall
gleicher Qualitàt in die Lautsprecher? Zu beachten ist dabei, dass
entlang der Leitungen digitale Signale der Beleuchtung und ggf. auch für
die Lautstàrke/Balance der Lautsprecher über ein paar hundert Meter
parallel im gleichen Kabel laufen sollen, ohne dass es zu hörbarem
Übersprechen kommen darf. Auf dem Dach könnte man sie noch getrennt
führen. Aber sie hàngen vermutlich 10 Meter von der Decke. Spàtestens da
muss alles in einem einzigen, möglichst dünnen Kabel mit mindestens 300
N Zugfestigkeit laufen.
Desweiteren kann es noch blühen (vermutlich eher nicht), dass die
Lautsprecher entsprechend der Luftschallgeschwindigkeit zeitversetzt
loslegen müssen.
Desweiteren spekulativ ist, ob es sinnvoll ist, die beiden Lautsprecher
phasenversetzt oder in gleicher Phase zu betreiben, was man ja auch über
einen Zeitversatz von "links und rechts" in der Schaltzentrale
realisieren können müsste. Vermutlich wird man eine Mischung aus
Raumklang und Direktschall haben wollen, die sich mit einem
Balance-Steller eines Stereoverstàrkers einstellen lassen sollte.
Entweder-oder scheint mir etwas zu "primitiv" zu sein.

Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
 

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#1 Joerg
16/11/2009 - 22:04 | Warnen spam
Christoph Müller wrote:
Möchte eine Lautsprecherleuchte für eine katholische Kirchenbeschallung
bauen. Katholisch ist deshalb wichtig, weil die Kirchen - im Gegensatz
zu evangelischen - mehr Hall haben, damit der Gesang besser klingt.
Leider geht das auf Kosten der Sprachverstàndlichkeit, auf die ich
allerdings auch großen Wert lege.

So soll's funktionieren: Ein Lautsprecher strahlt frei in den Raum, um
damit den gewünschten Hall-Effekt zu bedienen. Ein anderer Lautsprecher
strahlt direkt von oben auf die Köpfe der Leute. Bis das durch Bànke und
Leute schon stark gedàmpfte Echo kommt, hat man schon verstanden, was
der Pfarrer (oder sonst wer) gesagt hat. So zumindest meine Hoffnung.
Weil LEDs verwendet werden sollen, nimmt man die Dimmfunktion natürlich
auch gerne mit.

Die vorhandenen Hàngeleuchten sollen also ausgetauscht werden. Per DALI
(scheint zu einem neuen europàischen Standard in der Beleuchtungstechnik
zu entwickeln) kann man digital bis zu 300 Meter (ein Bekannter hat auch
schon 400 Meter realisiert) überbrücken und 64 Stellen direkt
ansprechen. Osram bietet Geràte, die so angesprochen eine
Ausgangsspannung von 1...10 Volt liefern. Damit kann man dann direkt auf
Dimmerbausteine gehen, an denen dann die LEDs hàngen. Aber mit 1...10
Volt sollten sich doch auch Verstàrker davon überzeugen lassen, mit
einer bestimmten Lautstàrke Schall zu produzieren. (Vielleicht kann man
sie auch gleich digital ansprechen - gedacht hàtte ich da z.B. an STA328
von ST via digikey.) Pro Leuchte (10 sollen es werden) hàtte man also
drei Adressen zu vergeben. Insgesamt dann 30, was bis 64 noch reichlich
Reserven erlaubt.

Nun zu meinem Problemen:
Wie kriegt man den Ton störungsfrei, zuverlàssig und mit überall
gleicher Qualitàt in die Lautsprecher? Zu beachten ist dabei, dass
entlang der Leitungen digitale Signale der Beleuchtung und ggf. auch für
die Lautstàrke/Balance der Lautsprecher über ein paar hundert Meter
parallel im gleichen Kabel laufen sollen, ohne dass es zu hörbarem
Übersprechen kommen darf. Auf dem Dach könnte man sie noch getrennt
führen. Aber sie hàngen vermutlich 10 Meter von der Decke. Spàtestens da
muss alles in einem einzigen, möglichst dünnen Kabel mit mindestens 300
N Zugfestigkeit laufen.
Desweiteren kann es noch blühen (vermutlich eher nicht), dass die
Lautsprecher entsprechend der Luftschallgeschwindigkeit zeitversetzt
loslegen müssen.
Desweiteren spekulativ ist, ob es sinnvoll ist, die beiden Lautsprecher
phasenversetzt oder in gleicher Phase zu betreiben, was man ja auch über
einen Zeitversatz von "links und rechts" in der Schaltzentrale
realisieren können müsste. Vermutlich wird man eine Mischung aus
Raumklang und Direktschall haben wollen, die sich mit einem
Balance-Steller eines Stereoverstàrkers einstellen lassen sollte.
Entweder-oder scheint mir etwas zu "primitiv" zu sein.




Aehm, hattest Du nicht die gleiche Frage in d.s.electronics gestellt?

Gruesse, Joerg

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