Wie lang muss das Sync-Signal im Modeline dauern?

29/05/2010 - 05:00 von Helmut Waitzmann | Report spam
In vielen Handbüchern zu Kathodenstrahlmonitoren stehen Angaben
über die maximale Videobrandbreite und die Frequenzbereiche für die
horizontale und vertikale Synchronisation. Ich vermisse aber Angaben
darüber, wie lang die Synchronisationssignale jeweils dauern sollen.

Gibt es da allgemeine Richtwerte, z.B. »1% des horizontalen
bzw. vertikalen frame length«?

Das

»XFree86 Video Timings HOWTO«
<http://en.tldp.org/HOWTO/XFree86-Vi...HOWTO/>

schweigt dazu.

Im

»Modeline howto -- Modelines, translating digital information into
analog information« <http://easymamecab.mameworld.net/ht...r6.htm>

wird ein hypothetischer Beispiel‐Monitor verwendet, bei dem das
Horizontal‐Synchronisations‐Signal 5% der Horizontalperiode und das
Vertikal‐Synchronisations‐Signal 6.7% der Vertikalperiode dauert.

Sind die Prozentzahlen realistisch für alle Monitore, egal wie groß
deren Videobandbreite und Synchronisationsfrequenzen sind?

(Hintergrund: Ich würde gerne ein Modeline für einen Monitor
(Videobandbreite 360MHz), der an einer Grafikkarte (mit maximalem
DotClock: 136MHz) angeschlossen ist, maßschneidern.
Wenn Sie mir E-Mail schreiben, stellen | When writing me e-mail, please put my
Sie bitte meine E-Mail-Adresse mit Vor- | e-mail address together with my full
u. Nachnamen ins To- oder Cc-Feld, etwa | name into the To- or CC-header, like
To: Helmut Waitzmann <xxx@example.net>
 

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#1 Marcel Müller
29/05/2010 - 08:44 | Warnen spam
Hallo,

Helmut Waitzmann wrote:
In vielen Handbüchern zu Kathodenstrahlmonitoren stehen Angaben
über die maximale Videobrandbreite und die Frequenzbereiche für die
horizontale und vertikale Synchronisation. Ich vermisse aber Angaben
darüber, wie lang die Synchronisationssignale jeweils dauern sollen.



guck mal bei den VESA-Timings. Da gibt es Berechnungsformeln. Ich meine
Linux liegt auch ein Tool bei, was selbige für beliebige Auflösungen
anwendet und die Modlines berechnet. Ich weiß aber nicht mehr, wie es hieß.


(Hintergrund: Ich würde gerne ein Modeline für einen Monitor
(Videobandbreite 360MHz), der an einer Grafikkarte (mit maximalem
DotClock: 136MHz) angeschlossen ist, maßschneidern.



? - wie kommst Du denn auf die Zahl? Für einen CRT ist der Pixeltakt
doch gar nicht limitiert. Und einen Faktor 3 unter der Videobandbreite
zu bleiben ist schon sehr großzügig. 1,5 ist eher normal.

Ist aber egal, weil der begrenzende Faktor die Bildmaske ist. Es ergibt
wenig Sinn, Auflösungen jenseits der Zahl der Löcher (oder Streifen) in
der Maske zu fahren. Der Monitor könnte die Pixel niemals darstellen.

360MHz Videobandbreite gibt es eigentlich nur in der > "-Klasse und
auch nur bei wenigen Herstellern. Gute 21"-CRTs haben entweder eine
0,24er Streifenmaske, das entspricht in etwa 1600*1200, was so ziemlich
jeder Grafiktreiber anbietet (so ein Zufall), oder eine 0,21/0,26er
Lochmaske, die geben spàtestens bei 1800*1350 auf. Da muss man aber
schon gute Augen haben, die nicht ganz scharfen 114dpi noch gut zu
erkennen. Noch größere CRTs (ab 22") haben gröbere Masken und deshalb
eine geringere Auflösung.

Ein anderer begrenzender Faktor ist die Fokussierung des Strahls, vor
allem in den Randbereichen. Nicht selten hàlt dieser Wert nicht mit der
Bildmaske mit. Dann muss man einen Gang herunterschalten. Manchmal ist
der Strahl auch /kleiner/ als die Bildmaske. Dann trifft er die Löcher
manchmal nicht richtig, und es kommt zu starkem Moire. Das ist jetzt
Geschmackssache.

Ganz zum Schluss kommt die Videobandbreite und die maximale
Hsync-Frequenz. Diese Parameter begrenzen faktisch die maximale
Bildwiederholfrequenz, die man bei der Wunschauflösung noch fahren kann.
360MHz gab es meines Wissens oft bei Belinea. Ob die guten Werte stimmen
oder übertrieben waren, habe ich mangels Belinea nie verifiziert.


Marcel

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