wie QFN anlöten?

30/06/2008 - 22:08 von Frank Buss | Report spam
Bin gerade ein QFN-Chip in einer Schaltung am einlöten (ein Microprozessor,
wo der alte sich nicht programmieren ließ). Leider sind ein paar Pads auf
der Platine beim entlöten des alten Chips verlorengegangen. Wie kann man am
besten die seitlichen Metallpads des Chips mit Dràhten ein Stück weiter auf
der Platine verlöten?

Als passende Kabeldicke habe ich ein Fàdchen von entwirrter Entlötlitze
gefunden. Ist ein wenig dünner als ein Haar, was kein Problem ist, da dort
nur mA drüber fließen. Aber ist was schwierig, das genau zu positionieren
und dann noch mit dem Lötkolben und ggf. ein wenig Lötzinn das festzulöten.
Gibt es vielleicht sowas wie eine dritte Hand, in die man den Draht
einspannen kann und was man Bruchteile von Millimetern, per Ràdchen, im
Raum genau positionieren kann, sodaß es fest auf dem Pad zum besseren Löten
aufliegt? Sowas müssten doch vielleicht Uhrmacher haben?

Frank Buss, fb@frank-buss.de
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de
 

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#1 Joerg
30/06/2008 - 22:25 | Warnen spam
Frank Buss wrote:
Bin gerade ein QFN-Chip in einer Schaltung am einlöten (ein Microprozessor,
wo der alte sich nicht programmieren ließ). Leider sind ein paar Pads auf
der Platine beim entlöten des alten Chips verlorengegangen. Wie kann man am
besten die seitlichen Metallpads des Chips mit Dràhten ein Stück weiter auf
der Platine verlöten?

Als passende Kabeldicke habe ich ein Fàdchen von entwirrter Entlötlitze
gefunden. Ist ein wenig dünner als ein Haar, was kein Problem ist, da dort
nur mA drüber fließen. Aber ist was schwierig, das genau zu positionieren
und dann noch mit dem Lötkolben und ggf. ein wenig Lötzinn das festzulöten.
Gibt es vielleicht sowas wie eine dritte Hand, in die man den Draht
einspannen kann und was man Bruchteile von Millimetern, per Ràdchen, im
Raum genau positionieren kann, sodaß es fest auf dem Pad zum besseren Löten
aufliegt? Sowas müssten doch vielleicht Uhrmacher haben?




Alter Trick, etwas frickelig, hoert sich komplizierter an als es ist:
Einen dieser Allrichtungsschraubstoecke nehmen, das sind die Dinger mit
der Kugel, die damit zwei Freiheitsgrade bietet. Notfalls geht auch ein
normaler Backenschraubstock. Muss aber lose auf dem Tisch stehen, am
besten auf einem gut rutschenden Backpapier oder so. 20cm Silberdraht da
rein, den so hinbiegen, dass er in etwa ueber dem uC rauskommt. Nun eine
Litze etwas aufdroeseln, n-1 der Draehtchen wegbiegen, sodass auf 1-2cm
nur eines der Draehtchen raussteht. Bei 10cm abschneiden und den nicht
aufgedroeselten Teil mit Masking Tape (Tesa Krepp?) am Silberdraht
festmachen. Den duennen Litzendraeht mit zwei Pinzetten so biegen, dass
er als "L" passt. Dann den Silberdraht so biegen, dass dieses "L" genau
in der gewuenschten Pin-Ecke zu liegen kommt. Per Verschiebung des
Schraubstocks feinjustieren. Verloeten. Ich nehme dafuer meist Kester
No-Clean 0.3mm.

Dann ein Schlueckchen Frueh Koelsch, naechstes Litzendraehtchen
anfischen und passend biegen, verloeten. Und so weiter, bis Du durch
alle gerissenen Pads durch bist oder das Koelsch alle ist.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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