Wie in Spanien auch nachts Solarstrom produziert wird

17/04/2010 - 00:12 von Frank Schuster | Report spam
Wie in Spanien auch nachts Solarstrom produziert wird
In Spanien wird gegen Betreiber von Solaranlagen ermittelt, die Strom
aus Generatoren ins Netz eingespeist haben um die Fördergelder zu
kassieren

Dass die hohen Solarstromsubventionen in Spanien ein gutes Geschàft
sind, ist allseits bekannt[1]. Ebenso ist es keine neue Erkenntnis,
dass mit hohen Subventionen auch Betrüger angelockt werden, wenn es
eben viel Geld zu verdienen gibt. In Spanien wird schon làngere Zeit
wegen möglicher Betrügereinen ermittelt[2], bei denen es über die
Förderungsdauer von 30 Jahren um bis zu drei Milliarden Euro gehen
soll.

Dagegen ist der neue Skandal eher klein, aber er macht erneut deutlich,
wie die Geldgier einige Leute mit Dummheit schlàgt. So ist
Energieversorgern aufgefallen, dass einige Solaranlagen sogar in der
Nacht nicht aufhören, Strom einzuspeisen und offensichtlich
Dieselgeneratoren laufen oder mitlaufen lassen. Der Staatssekretàr für
Energie hat deshalb einen Brief an die Aufsichtsbehörde (CNE)
geschrieben[3], um Aufklàrung einzufordern. Einige Anlagen in
Kastilien-La Mancha, den Kanarischen Inseln und Andalusien sollen
mitten im Winter zwischen 19 Uhr und 7 Uhr, als es stockdunkel war,
reichlich Strom eingespeist haben, um die hohe Einspeisevergütung zu
kassieren.

Bisher wird der Schaden auf etwa 2,6 Millionen Euro beziffert. Doch
Experten gehen davon aus, dass es sich nur um die "Spitze des Eisbergs"
handelt. Schließlich dürfte es nur die ganz Dummen erwischen. Wer bei
schlechtem Wetter und tagsüber einen Generator betreibt und die
Höchstleistung der Anlage nicht überschreitet, kann nur schwer
ermittelt werden und sichert die hohen Renditen der Anleger, auch wenn
keine Sonne am Himmel lacht.


Ralf Streck, 16.04.2010

Links:
[1] http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26543/1.html
[2] http://www.heise.de/tp/blogs/2/126823
[3]
http://www.elmundo.es/mundodinero/2...63308.html


News URL: http://www.heise.de/tp/blogs/2/147443
 

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#1 Frank Schuster
17/04/2010 - 00:15 | Warnen spam
Wie in Spanien auch nachts Solarstrom produziert wird
In Spanien wird gegen Betreiber von Solaranlagen ermittelt, die Strom
aus Generatoren ins Netz eingespeist haben um die Fördergelder zu
kassieren

Dass die hohen Solarstromsubventionen in Spanien ein gutes Geschàft
sind, ist allseits bekannt[1]. Ebenso ist es keine neue Erkenntnis,
dass mit hohen Subventionen auch Betrüger angelockt werden, wenn es
eben viel Geld zu verdienen gibt. In Spanien wird schon làngere Zeit
wegen möglicher Betrügereinen ermittelt[2], bei denen es über die
Förderungsdauer von 30 Jahren um bis zu drei Milliarden Euro gehen
soll.

Dagegen ist der neue Skandal eher klein, aber er macht erneut deutlich,
wie die Geldgier einige Leute mit Dummheit schlàgt. So ist
Energieversorgern aufgefallen, dass einige Solaranlagen sogar in der
Nacht nicht aufhören, Strom einzuspeisen und offensichtlich
Dieselgeneratoren laufen oder mitlaufen lassen. Der Staatssekretàr für
Energie hat deshalb einen Brief an die Aufsichtsbehörde (CNE)
geschrieben[3], um Aufklàrung einzufordern. Einige Anlagen in
Kastilien-La Mancha, den Kanarischen Inseln und Andalusien sollen
mitten im Winter zwischen 19 Uhr und 7 Uhr, als es stockdunkel war,
reichlich Strom eingespeist haben, um die hohe Einspeisevergütung zu
kassieren.

Bisher wird der Schaden auf etwa 2,6 Millionen Euro beziffert. Doch
Experten gehen davon aus, dass es sich nur um die "Spitze des Eisbergs"
handelt. Schließlich dürfte es nur die ganz Dummen erwischen. Wer bei
schlechtem Wetter und tagsüber einen Generator betreibt und die
Höchstleistung der Anlage nicht überschreitet, kann nur schwer
ermittelt werden und sichert die hohen Renditen der Anleger, auch wenn
keine Sonne am Himmel lacht.


Ralf Streck, 16.04.2010

Links:
[1] http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26543/1.html
[2] http://www.heise.de/tp/blogs/2/126823
[3]
http://www.elmundo.es/mundodinero/2...63308.html


News URL: http://www.heise.de/tp/blogs/2/147443

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