Wikipedia Diskussion: Teilungsparadoxon

12/05/2013 - 10:31 von netzweltler | Report spam

Sorry, aber ich bin mit dem Artikel überhaupt nicht zufrieden, möchte sogar sagen "Thema verfehlt". Es
ist m.E. unverantwortlich, das Teilungsparadoxon oder auch das Paradoxon von Achilles und der
Schildkröte als Denkfehler bzw. Trugschluss abzutun. Es geht im Kern nàmlich gar nicht um
mathematische Zusammenhànge, die man lediglich durchschauen müsste, um einen Trugschluss zu
belegen, sondern schlicht und einfach um die philosophische bzw. allenfalls physikalische Frage, ob
Raum und Zeit unendlich teilbar sind oder nicht. Dass sich mathematisch ohne Probleme Summen
mit unendlich vielen Summanden berechnen lassen, ist völlig irrelevant: Mathematik ist Menschenwerk,
Raum und Zeit dagegen sind natürlich gegeben.

Physikalisch ist und bleibt es paradox: Wenn *wirklich" unendlich viele Punkte im Raum zwischen a und
b existieren, dann ist nicht vorstellbar, dass diese überhaupt der Reihe nach durchlaufen werden können,
und daher ist auch keine Bewegung möglich. Das Paradoxon beweist somit, dass Raum und Zeit eben
*nicht* unendlich teilbar sind, denn wir wissen ja, dass Bewegung wirklich stattfindet. Das erkannt zu
haben, war eine große geistige Leistung der Alten lange vor der Erfindung der Quantenphysik, und
nicht einfach ein Trugschluss oder Denkfehler von ein paar Verwirrten im Altertum, die zu wenig
von Mathematik verstanden. Don P Edit: Überschrift hinzugefügt --87.245.123.70 18:59, 16. Apr.
2013 (CEST) --87.245.76.113 21:25, 9. Feb. 2013 (CET)



Kann das Problem überhaupt zufriedenstellend geklàrt werden, solange
nicht hinreichend geklàrt ist, was "unendlich viele Punkte im Raum
zwischen a und b" bedeutet? Wenn es unendlich viele gleichabstàndige
Punkte zwischen a und b gibt, können die dann überhaupt noch "der
Reihe nach durchlaufen" werden? "Der Reihe nach" setzt voraus, dass
die Punkte benachbart sind, also einen Abstand > 0 zueinander haben.
Wenn der Abstand > 0 ist, dann kann die Anzahl der Punkte zwischen a
und b aber nicht unendlich sein, sondern nur endlich. Unendlich viele
(gleichabstàndige) Punkte zwischen a und b sind bereits das Paradoxon.

Ein Beweis, dass Raum und Zeit nicht unendlich teilbar sind, ergibt
sich daraus meines Erachtens allerdings nicht. Genauso wenig sehe ich
einen Beweis darin, dass Bewegung nicht möglich ist. Bestenfalls wird
bewiesen, dass die Vorstellung von "unendlich vielen Punkten im Raum
zwischen a und b" den menschlichen Geist überfordert.
 

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#1 .... ....
12/05/2013 - 11:32 | Warnen spam
netzweltler wrote in
news::


Physikalisch ist und bleibt es paradox: Wenn *wirklich" unendlich
viele Punkte im Raum zwischen a und b existieren, dann ist nicht
vorstellbar, dass diese überhaupt der Reihe nach durchlaufen werden
können, und daher ist auch keine Bewegung möglich.





Welch eminenter Blödsinn! Was für dich nicht vorstellbar ist, ist
uninteresant für die physikalische Wirklichkeit.



Jede Bewegung im Raum tut dies. Sie durchlàuft unendlich viele Punkte der
Reihe nach. Wie denn sonst.

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