Windows 7 - Installation und Multiboot

02/01/2011 - 17:31 von Uwe Premer | Report spam
Ich möchte Euch hiermit gerne mal meine Erfahrungen darüber mitteilen,
wie ich Windows 7 zusàtzlich und danach auf eine Festplatte mit
vorhandenen Windows XP Pro-Partitionen und 2 weiteren Linux-Partitionen
installiert habe.

Meine Konstellation vor der Installation von Win 7 war folgende:
Externer Bootmanager XOSL auf der zweiten primàren Partition (FAT16).
2. primàre Partition: Windows XP Pro als Arbeitswindows (NTFS).
3. primàre Partition: Wiederherstellungspartition von Lenovo (FAT32)
Erweiterter Bereich:
1. logische Partition: Ubuntu Linux (ext3).
2. logische Partition: openSUSE root (ext).
3. logische Partition: openSUSE Home (ext3).
4. logische Partition: Linux Swap.
5. logische Partition: leere NTFS-Partition für Win 7,
6. logische Partition: weiteres Windows XP Pro (NTFS) in einer nackigen
Erstinstallation)

Sàmtliche Betriebssysteme habe ich mittels XOSL gestartet, wobei die
Grubs-Bootmanager der Linuxe jeweils in der entsprechenden Bootpartition
liegen.

Nun also eine extra gekaufte Windows 7 Professional 64-Bit-OEM-CD
eingelegt und W7 auf die leere logische größere NTFS-Partition
installiert und vom Setup nochmal formatieren lassen, damit die richtige
Anzahl der heads für die Platte gebildet wurden.
Diese Installation dauerte im Gegensatz zu einer damaligen RC-Version
doch einigermassen lange, aber egal.
Danach Neustart, und was sehe ich: statt XOSL wird der Bootmanager von
W7 gleich gestartet. W7 hat diesen also in den MBR der Platte
installiert. Damit war es erstmal nicht möglich, die Linuxe zu starten.

Also DOS-Diskette vom USB-Diskettenlaufwerk gebootet und Install von
XOSL aufgerufen und XOSL wieder restored.
Dann dort im Setup die W7-Partition zum Starten eingefügt.
Allerdings: kein W7-Start mit XOSL möglich, Fehlermeldung, des weiteren
auch kein Start von XP mehr möglich, hal.dll soll fehlen...

OK, mittels Ubuntu im Internet recherchiert und danach wieder die W7-CD
eingelegt und "Computer reparieren" ausgewàhlt.
Ja, geht auch mit der OEM-CD (eine HP-Version übrigens).

Danach wieder nur der W7-Bootmanager beim Booten.
Wieder im Internet recherchiert, scheinbar geht das bei W7 nicht anders,
dass der Bootmanager im MBR liegen muß und nicht auf die Partition
installiert werden kann wie bei dem Linuxen.

Dann W7 gestartet und EasyBCD runtergeladen und installiert.
Damit MBR von W7 erstmal hineingeschrieben und BCD in die Windows XP
Pro-Partition installiert (aus Sicht von W7 also LW D:), weil BCD leider
nicht in eine logische Partition installiert werden könne.
Danach war es mir möglich, mittels EasyBCD Eintràge für die beiden
Linuxe in den W7-Bootmanager zu machen.
Ich habe für openSUSE "Grub-legacy" und für Ubuntu erstmal "Grub2"
verwendet, spàter stellte sich heraus, dass, trotz Ubuntu mit Grub2
ausgestattet ist, ein Eintrag mit Grub2 in EasyBCD nicht funktioniert
und Ubuntu damit beim Grub einfach in der Grub-Konsole stehen bleibt.
Also habe ich spàter einfach mit "Grub-legacy" auch den Ubuntu-Eintrag
gemacht.
Bei beiden Linux-Eintràgen habe ich jeweils in EasyBCD die Partition
entsprechend ausgesucht und eingestellt.

Dann neu gebootet, die beiden Linuxe konnte ich also schonmal mit dem
W7-Bootmanager mit den Eintràgen starten.
Was immer noch nicht ging, war Windows XP Pro.

Aus einer vorherigen Recherche heraus bin ich dann wie folgt vorgegangen:
Die Dateien boot.ini, ntldr und NTDETECT.com habe ich vom LW D:, also
von der W XP Partition ins Hauptverzeichnis von W7 kopiert.
Dann war es ausserdem nötig, die Boot.ini auf der W XP - Partition
abzuàndern und statt "Partition(2)" in zwei Eintràgen auf "Partition(1)"
zu àndern.

Kurzum: damit startete dann auch Windows XP wieder mit dessen
Bootauswahl, aber nach dem Bootmanager von W7.

Mein XOSL-Bootmanager kann ich also mit W7 nicht mehr nutzen, macht aber
nix, sind lediglich verlorene 700 MB, die kann man vernachlàssigen.
Lediglich blöd ist es, dass XOSL eine extra primàre Partition belegt.

Vielleicht mache ich es auch so spàter mal, dass ich die XOSL-Partition
wieder lösche und versuche, aus der logischen W7-Partition eine Primàre
zu machen. Keine Ahnung, ob das sorum geht. Jedenfalls hatte ich vorher
aus dieser Partition, die ich noch als Primàre vorher hatte, eine
logische gemacht, das hat funktioniert.
Die ganze Geschichte mit der Partitionierung habe ich übrigens recht
schmerzfrei und ohne Datenverlust mit "Paragon Partition Manager 2011"
gemacht, ein geniales Tool (kost Geld, aber nicht viel).

Nochmal: jetzt liegt das Verzeichnis "\Boot", das den Bootmanager von W7
enthàlt, auf der W XP Partition, was eigentlich ein wenig ungünstig ist.
Aber immerhin funktioniert das Ganze.

Das alles mal als Info für alle, die ebenfalls mit W7 ein
Mulitboot-System anlegen wollen.

Uwe
 

Lesen sie die antworten

#1 Stefan Kanthak
02/01/2011 - 19:00 | Warnen spam
"Uwe Premer" schrieb:

[...]

Danach wieder nur der W7-Bootmanager beim Booten.
Wieder im Internet recherchiert, scheinbar geht das bei W7 nicht anders,
dass der Bootmanager im MBR liegen muß und nicht auf die Partition
installiert werden kann wie bei dem Linuxen.



Wieso uebernimmst Du solchen BLOEDSINN aus dem Internet ungeprueft?
Der BootManager von eNTe (egal ob 3.x, 4.x, 5.x oder 6.x) ist VOLLKOMMEN
unabhaengig vom MBR!

Bei Installation (oder Reparatur) von Windows eNTe wird der BootManager
in die AKTIVE Primaerpartition der ersten Festplatte installiert.
Vor eNTe 6.x besteht der BootManager aus den Dateien \NTLDR und
\NTDETECT.COM sowie der (optionalen) \BOOT.INI, plus ggf. \NTBOOTDD.SYS
und \BOOTFONT.BIN.
Ab eNTe 6.x besteht der BootManager aus der Datei \BOOTMGR, plus der in
der Registry-Hive \BOOT\BCD gespeicherten Konfiguration.
\BOOTMGR startet Windows nicht mehr direkt/selbst, sondern ueber Hilfs-
programme wie WINLOAD.EXE oder WINRESUME.EXE.

[...]

das Verzeichnis "\Boot", das den Bootmanager von W7 enthàlt,



Nein.
\BOOT enthaelt Satelliten des \BOOTMGR, wie MUI-DLLs und Fonts.

Stefan
[
Die unaufgeforderte Zusendung werbender E-Mails verstoesst gegen §823
Abs. 1 sowie §1004 Abs. 1 BGB und begruendet Anspruch auf Unterlassung.
Beschluss des OLG Bamberg vom 12.05.2005 (AZ: 1 U 143/04)

Ähnliche fragen