Windows - Macken wie vor 20 Jahren

21/07/2015 - 13:59 von Werner Tann | Report spam
Das zehnte Windows steht an, und immer noch arbeiten basale Funktionen
wie in der Steinzeit. Und das, obwohl man sich làngst von der
"Systembremse" DOS verabschiedet hat und heutige Computer zigfach
schneller und leistungsfàhiger sind als die 90er Kisten. Ich nenne ein
paar OS-Unarten, die anno 2015 einfach nur beschàmend sind für die
Hersteller:

1) Blue Screen: Ein Blue Screen ist keine Lösung. Er ist so hilfreich
wie eine Glühbirne, die bei Stromausfall sagen würde: "Jetzt ist es
finster". Wer jemals Blue-Screen-Fehlerdiagnose betrieben hat, weiß,
daß die Angabe der Datei, die gerade irgendwie am Absturz-Karussell
beteiligt war, einem seltenst weiterhilft. (Bitte jetzt nicht sagen,
"mein letzter BlueScreen war neunzehnhundert...").

2) Das verdammte OS soll eigentlich nur die vom Audio-Receiver
angefragten Dateien übers Netz senden. Da leider gerade ein
Kopierprozeß làuft, ist der Explorer dermaßen ausgelastet, daß an ein
Senden anderer Dateien über das Netzwerk ja überhaupt nicht zu denken
ist: Die Musik bricht mitten im Lied ab. Wie aufwendig ist es, zu
programmieren, daß in solch einem Fall der Kopierprozeß gebremst oder
pausiert wird, weil Netstreaming Vorrang hat? Das OS weiß nicht, daß
Netstreaming wichtiger ist als lokales Kopieren? Hm, daß zu einem
Audioreceiver kopiert wird, sollte das OS erkennen. Daß, wenn der
Stream nicht zügig erfolgt, die Audiowiedergabe abbricht, so viel
"Intelligenz", das vorauszusehen, erwarte ich von einem modernen
Betriebssystem. Andererseits gibt es wohl nur wenige Fàlle, wo ein
Kopierprozeß von Platte auf Platte zeitkritisch ist. Anyway. Dauernd
gibt's Updates, dauernd gibt es neue Windowsversionen: Warum kam
Microsoft noch nicht auf die Idee, den BENUTZER via Option entscheiden
zu lassen, ob er immer der lokalen oder immer der Netz-Exploreraktion
den Vorrang geben will?

3) Daß der Windowsdatei-Explorer nicht nur Probleme hat bei der
Prioritàtensetzung angeforderter Jobs, sondern ganz allgemein ein
recht patschertes Werkzeug, dessen Dateisuche beispielsweise langsam
und fehlerhaft oder nicht nachvollziehbar ist, wurde hier schon
mehrfach festgestellt.

4) Vermutlich auch mit dem Exlorer zusammenhàngend aber wohl nicht
nur: Das depperte DVD-Laufwerk ist immer noch in der Lage, den
Explorer komplett ins Nirvana zu reißen oder - als "geringstes" Übel
ihn zumindest vollkommen zu blockieren. Hàngt das Laufwerk, geht sonst
nichts mehr. Gut, ich verstehe, daß Microsoft über sterbende
Datentràger (CD, DVD) nicht mehr viel nachdenkt. Professionell ist
aber anders.

5) Last no least, weil ich mich gerade wieder darüber àrgere:
Eigentlich gibt es kaum noch Windows-Updates, die ohne Systemneustart
auskommen. Wurde uns nicht damals für Win 8 versprochen, das wird mit
dem neuen Windows nur mehr "ganz ganz selten" nötig sein? Oder war's
nicht gar schon für Win 7?
 

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#1 Christian Potzinger
21/07/2015 - 14:07 | Warnen spam
Werner Tann schrieb:

Wer jemals Blue-Screen-Fehlerdiagnose betrieben hat, weiß, daß
die Angabe der Datei, die gerade irgendwie am Absturz-Karussell
beteiligt war, einem seltenst weiterhilft. (Bitte jetzt nicht
sagen, "mein letzter BlueScreen war neunzehnhundert...").



Deine sonstigen Aussagen kann ich nur allzugut verstehen, aber
was, wenn der letzte BSOD tatsàchlich in XP (zu SP1 Zeiten)
auftrat? Seit XP/SP2 und unter W7 hatte ich noch nie einen BSOD.

Sorry, hier enttàuschen zu müssen ;)
ryl: G'Kar

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