Windows-Systeme vor Gefahren aus dem Internet sichern

17/04/2014 - 21:24 von Wellenreiter53 | Report spam
Information ist eine der wichtigsten Hilfen für Anwender, um sich vor
Gefahren aus dem Internet zu schützen. Es geht dabei darum, dem
Anwender zu zeigen, was die größten Gefahren sind und wie er sich
davor schützen kann.

Was hier betrieben wird, ist hingegen ein endloses Geschwafel mit
kaputten Kausalketten, bis zur Unkenntlichkeit beschönigten Zahlen und
reinem Wunschdenken.

Ich zitiere deshalb aus dem "Microsoft Security Intelligence Report",
14. Ausgabe, weil dieser auf generierten Daten und Analysen von mehr
als 600 Millionen Systemen in über 100 Làndern weltweit beruht. Das
dürfte genügen, um repràsentativ zu sein.

Für Unternehmen stellt laut diesem Bericht "Social Engineering" die
größte Gefahr dar. Gemeint ist damit, dass nicht die Schwachstelle im
Computer, sondern die Schwachstelle beim Anwender gesucht wird.
"Phishing" ist eine Untergruppe von "Social Engineering". Aber auch
das Ausspionieren des persönlichen Umfelds oder das Fàlschen von
Identitàten zàhlen zu "Social Engineering".

Gegenmaßnahmen:

Es ist sehr schwer, sich gut vorbereiteten "Social
Engineering"-Attacken zu entziehen. Einige Studien haben gezeigt, dass
selbst Mitarbeiter-Schulungen nicht den gewünschten Effekt erzielen.
"Nicht auf alles klicken, was vor die Maus kommt", ist bestenfalls ein
gut gemeinter Ratschlag hiesiger Pseudoexperten. Gegen "Social
Engineering" hilft das wenig und je misstrauischer der Anwender, desto
weniger produktiv ist er. So das Ergebnis.

Was tun? In Bezug auf Anwender legt sich der Microsoft-Bericht
unmissverstàndlich fest: "Surfen im Internet ohne aktuelle
Antivirus-Software bedeutet, die Haustür für Kriminelle geöffnet zu
lassen". Tim Rains, Director Trustworthy Computing, Microsoft
Corporation.
Und weiter: "Mit der Veröffentlichung des aktuellen Security
Intelligence Report möchten wir Nutzer dazu aufrufen, ihre Computer
durch aktuelle Antivirus-Software zu schützen".
Und weiter: "Dabei spielt es keine Rolle, ob eine kostenlose oder
kostenpflichtige Lösung gewàhlt wird, die Verwendung von
Antiviren-Software senkt das Risiko enorm, Opfer eines Cyberangriffes
zu werden."

Wie kommt Tim Rains zu dieser Aussage? Phantasiert er rum wie Gaul
oder Hackkante? Nein, es werden die Zahlen analysiert (ich will es
noch mal betonen: 600 Millionen Systeme in über 100 Làndern). Das
Ergebnis: ungeschützte Computer sind 5,5-mal hàufiger von Malware
betroffen.

Falls irgendwer diese Informationen gelesen und verstanden hat, wàre
das ein Wunder. Jede Wette, es folgt das übliche safer-Blubbere,
obwohl dieser Schutz für kaum einen Anwender eine zumutbare
Alternative darstellt und entsprechend in der öffentlichen Wahrnehmung
nicht existent ist. Na dann, frohes Blubbern. Und nicht vergessen, mit
Placebo-Floskeln um sich zu wefen. Mir ging es nur darum,
zwischendurch mal echte Informationen (ohne kaputte Kausalketten)
aufzuzeigen.
 

Lesen sie die antworten

#1 Frank Hammerschmidt
17/04/2014 - 21:52 | Warnen spam
Am 17.04.2014 21:24, schrieb Wellenreiter53:

Wie kommt Tim Rains zu dieser Aussage? Phantasiert er rum wie Gaul
oder Hackkante? Nein, es werden die Zahlen analysiert (ich will es
noch mal betonen: 600 Millionen Systeme in über 100 Làndern). Das
Ergebnis: ungeschützte Computer sind 5,5-mal hàufiger von Malware
betroffen.



Und wie kommt ein Nachtwàchter wie Du zu der Behauptung, die von Dir
Genannten würden das Arbeiten mit ungeschützten Computern empfehlen,
wenn Sie gegen AV-Ware wettern?

Du hast eine große Welle (53 Kilo, Stahl) an den Kopf bekommen!

Frank

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