Wird Linux scheiße?

21/02/2010 - 21:06 von Gregor Szaktilla | Report spam
Hallo zusammen,

als Profi in Sachen DTP dachte ich mir, ich könne ein gerade laufendes
Auftràgchen dazu nutzen, einmal zu gucken, wie es in Sachen Grafik/DTP
unter Linux aussieht.

Und was muss ich sagen: Ich bin schwer enttàuscht.

Scribus ist in meinen Augen ein sehr gutes Beispiel für das, was nach
meinem Eindruck seit einigen Jahren fast überall làuft: Man guckt, dass
der erste Eindruck hübsch ist und vergisst, dass man sich auch um das
kümmern muss, was hinter der Fassade steckt.
Das Eröffnungsbildchen von Scribus ist hübsch anzusehen und erweckt den
Eindruck, dass man es mit einem Programm zu tun hat, hinter dem
ernsthafte Bemühungen stecken. Bei meiner Arbeit wurde ich dann alle
Nas’ lang mit Abstürzen und seltsamen Verhaltensweisen konfrontiert, die
teilweise sogar Datenverlust zur Folge hatten. Dieses Stückchen
Softwarescheiße hat sogar Probleme mit eigenen Dateien. Kurz: Scribus
(Version 1.3.4 [!]) ist Müll, vor dem ich nur warnen kann.

Das beste Gegenbeispiel ist Inkscape: Obwohl noch nicht einmal bei
Version 1 angekommen kann man es bereits produktiv nutzen und sich
darauf verlassen, dass das, was hinten rauskommt, mit dem übereinstimmt,
was man erwartet.

Naja, was soll’s ... jetzt bin ich jedenfalls klüger.

Meinungen - und Tipps zu verlàsslichen DTP-Tools - hochwillkommen!

Gruß

Gregor

Die Sonne scheint *immer*.
 

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#1 Marcel Müller
21/02/2010 - 21:34 | Warnen spam
Hallo!

Gregor Szaktilla wrote:
als Profi in Sachen DTP dachte ich mir, ich könne ein gerade laufendes
Auftràgchen dazu nutzen, einmal zu gucken, wie es in Sachen Grafik/DTP
unter Linux aussieht.

Und was muss ich sagen: Ich bin schwer enttàuscht.



DTP war nie eine Domàne von Linux. Daran hat sich bisher nur ein wenig
geàndert. Die negative Entwicklung kann ich also nicht erkennen. Eher im
Gegenteil. Früher musste man für jedes ordentliche Dokument Tex
programmieren. Heute kann man es sich aussuchen.

Wenn es nicht gefàllt, muss man eben selbst zur Verbesserung beitragen.
Ist halt kostenlos. Entweder man nimmt es wie es ist oder man verbessert
es oder, falls man nicht beitragen kann oder will, hàlt man den Mund.
Das sollte jetzt kein pauschaler Anschiss werden, aber ich wollte das
Konzept hinter freier Software auf den Punkt bringen.

Um beizutragen muss man keineswegs programmieren können. So werden auch
Personen gebraucht, die die Produkte systematisch testen und pràzise
Fehlerbeschreibungen liefern. Auch Geldspenden können beitragen. Sie
können auch mit einem konkreten Auftrag verbunden sein. Es gibt
Entwickler, z.B. in der GUS, die sich ihren Unterhalt mit derlei
Auftragsarbeiten speziell auch an Open-Source-Produkten zu verdienen
versuchen.


Marcel

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