Wirkungsgrad Leuchtstofflampen EVG, KVG

17/12/2008 - 17:00 von Martin Trautmann | Report spam
Hallo,

bleiben Leuchtstofflampen mit elektronischem Vorschaltgeraet
tatsaechlich dunkler?

Was bedeuten auf einem Vorschaltgeraet all die Angaben von
Ampere und lambda. tbmax, P_L usw.?

http://upload.wikimedia.org/wikiped...050410.jpg

Dort findet sich beispielsweise die Angabe

58 W: t-m8 38 W: P_L = 42 W

und allgemeiner
P_L = 50 W, I_N = 0,25 A, lambda = 0,97

I_N klingt nach Nennstrom, 0,25 A * 230 V = 57.5 W - also eine eher
redundante Angabe.

P_L klingt niedriger als der Sollwert von 58 W.

Lambda ist wohl der Leistungsfaktor, P_Wirk/P_Schein = epsilon * cos phi

... und bei EVGs scheint die Phasenverschiebung vernachlaessigbar zu
sein? (cos phi = 0.95)


Dieses Vorschaltgeraet von BAG electronics haette sogar den
erfreulichen Vorteil, fuer 36 UND 58 W-Lampen geeignet zu sein.

Osram bietet hier getrennte Geraete wie das QTi 1x28/54 fuer 58 W und
ein kleineres bis 36 W.


Was mich bei der Lektuere aber ueberraschte, war die Angabe von 5000 lm
mit dem EVG und 5200 mit dem KVG.

Wie gross sind die Verluste im Vorschaltgeraet selbst? Fuer KVGs finde
ich typischerweise 10-20 %. Braucht die Leuchte dann 58 W fuer die Lampe
und 12 W fuer das Vorschaltgeraet, insgesamt also 70 W? Oder hat die
gesamte Leuchte dann 58 W und die Lampe bekommt nur 46 W? Ich vermute,
die VG-Verluste kommen additiv hinzu.


Wie kommt es also, dass Lampen mit EVG dunkler bleiben? Osrams Werbung
schreib von einem um "bis zu 25 %" geringerem Verbrauch als bei KVGs

Ich finde dort ein Beispiel fuer 2x58 W:
Konventionelle Duo-Schaltung: 58 W ind., 63 W cap., 13 W ind., 16 W cap
-> 150 W.

Verlustarme Vorschaltgeraete: 58 W ind., 63 W cap., 8 W ind., 11 W cap
-> 140 W, Ersparnis 7 %

EVG QTIS: 50 W, 50 W, 12 W -> 112 W

(und herausgerechnet: beim KVG 29 W : 121 W -> 24 % Verlust,
bei EVG 12 W : 100 W -> 12 % Verlust)

... sprich, das EVG selbst wuerde statt 29 W nur 12 W brauchen, die
Lampen statt 58 + 63 W nur mit 50 + 50 W laufen, damit also wohl nicht
nur laenger halten, sondern auch dunkler leuchten?

Warum betreibt man die Lampen hinter einem EVG mit geringerer Leistung?
Die Wirkungsgrad-Rechnungen wirken absurd, wenn weniger Helligkeit
herauskommt und damit keine echte Vergleichbarkeit geboten ist.

Schoenen Gruss
Martin
 

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#1 Stefan Engler
17/12/2008 - 21:15 | Warnen spam
... sprich, das EVG selbst wuerde statt 29 W nur 12 W brauchen, die
Lampen statt 58 + 63 W nur mit 50 + 50 W laufen, damit also wohl nicht
nur laenger halten, sondern auch dunkler leuchten?

Warum betreibt man die Lampen hinter einem EVG mit geringerer Leistung?
Die Wirkungsgrad-Rechnungen wirken absurd, wenn weniger Helligkeit
herauskommt und damit keine echte Vergleichbarkeit geboten ist.



Weil man EVG's dimmen kann. So habe ich die Beleuchtung bei mir ein
wenig
überdimensioniert und habe dadurch eine gleichmàßigere Ausleuchtung,
da das
Licht von mehreren Seiten kommt. Außerdem ist es auch für schlechter
sehende
Personen einfacher bei etwas mehr Licht etwas zu erkennen.
Leider ist mein Energieverbrauchszàhler (so ein Zwischenstecker mit
Display) im
Keller und kann keine Werte nachmessen aber ein EVG verbraucht bei
stark gedimmten
Lampen höllisch viel Energie. Die Osrams lassen sich von 100% bis 1%
dimmen
aber der Energieverbrauch geht nur bis etwa 25% runter und bleibt dann
merkwürdigerweise,
wenn ich weiter dimme konstant.
(Ich meine immer noch, dass die Osrams nur bis 20% runter dimmen
können aber)

Die meisten EVG's kann ich auch "unter" Last betreiben. Die Osrams
müssen bei
geringerer Last gedimmt werden, damit die Regelungslogik anspringt und
die Kathoden
nicht bis zum Verglühen weitergeheizt werden.

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