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Wischi Waschi

08/09/2007 - 09:51 von Lone | Report spam
Zitat focus. de.
"Jetzt richteten Nasa-Astronomen ihr Himmelsauge erneut auf dieses
Areal(ursa major) - und prompt gelang ihnen abermals ein Durchbruch:
Sie entdeckten neun bislang unbekannte Galaxien, die zu den kleinsten,
lichtschwàchsten und kompaktesten bislang bekannten Sternsystemen
zàhlen."
Zitat ende

Klein...kompakt...lichtschwach...das sind Wischiwaschi-Ausdrücke...

Das sagt man so daher: und doch weiß man nichts über das, was der
Lichtinformation auf den Jahrmiliarden wàhrenden Weg zu uns passiert:
wie wird sie veràndert durch 1. Gravitationsfelder2. die Effekte die
man unter dem Schlagwort Dunkle Materie subsumiert. 3. Die
Vakuumfluktuation...all diese Faktoren und noch viel mehr können ein
Photonen und damit jedes Bild ferner Galaxien verzerren, beeinflussen
usw. Und doch tut man unter den UKMlern so als gàbe es dieses Problem
nicht. Als sei ein Photon etwas ewig gleichbleibendes,
unzerstörbares...was Uninn ist...alles im Kosmos unterliegt
Verànderungen...auch wenn diese Verànderungen sich erst im
Jahrmilliardentakt bemerkbar machen...auch Photonen haben ihre
"Halbwertszeit"...was alle "Bilder" (Wenn man die Handvoll Photonen
die Hubble einfàngt so nennen will) ferner Galaxien "verfàlscht"...
Für die UKMler und ihre ach so abgesicherten Gewissheiten gilt, was
Einstein über jene Scharlatane gesagt hat, die vorgaben und vorgeben,
alles über die Natur des Lichts zu wissen.
Zitat Einstein:

"Seit 50 Jahren grüble ich darüber nach was ein Lichtquant sei, und
kann es immer noch nicht sagen. Heute glaubt jeder Lump er wüsste es-
aber er weiß es nicht."

Dazu die traurige Geschichte des Dr. Gutrat...

Der Gutrat und das Licht



,,Seit fünfzig Jahren grüble ich nun darüber nach was
ein Lichtquant sei, und kann es immer noch nicht sagen. Heute
glaubt jeder Lump er wüsste es- aber er weiß es nicht."
Albert Einstein.



So hàtte es nicht enden müssen, sagte jedermann, als man den
Rasenden in die Geschlossene verbracht hatte. Niemand allerdings nahm
an, was Gutrat selbst in den letzten Tagen seiner mündigen Existenz
angenommen zu haben schien: der Natur des Lichts nahe, und selber Gott
zu sein.
Ein 44jàhriger Gott, mit durch exzessiven Haschkonsum über Nacht
grau gewordenen Haaren, bewaffnet mit den Insignien des
Intellektuellen: Hornbrille und Pfeife.
Siegbert Gutrat graste schon früh über die saftigen Wiesen seines
Metiers die Psychologie, hinaus- so wollte es sein Scharfsinn.
Ehe sich der Staat des Rasenden annahm hatte er eine
abenteuerliche Pyramidentheorie kreiert, die niemand interessant oder
lehrreich gefunden hatte, und pikiert hatte er sich, wie er fest
meinte, dem Thema aller Themen zugewandt: der Natur des Lichts. Wer
konnte ahnen, dass er mit diesem Schritt den Untergang seiner
bürgerlichen Existenz einleitete, in die Klapse kommen, und zum
Schaden auch noch den Spott haben würde? Dabei wog sich Gutrat in
Hausbesitz! Beriet in seinem Beruf Familien, die besser im Hades der
Nichtexistenz verblieben wàren, und sahnte ab, indem er seine
Ratschlàge ausgoss- Tropfen auf die heißen Steine, familiàren
Wahnsinns! Doch nicht um sein Metier, das er nach Windhundmanier
beherrschte, und wohl auch deshalb etwas verachtete, geht es hier,
sondern ums liebe Licht, seine Natur und sein Opfer.
Das erste Opfer war allerdings nicht er selbst, sondern die drei
Jahrzehnte wàhrende Freundschaft zu Franz dem Fotographen.
Und so spielte es sich ab.
Ich stand mit Franz, schwatzend und bechernd, an einem der
Stehtische des BLÖD, eines Kufsteiner Szene- Lokals.
Wie es nun im Einzelnen zuging, weiß ich nicht mehr, Franz redete
jedenfalls von einer Verstimmung zwischen ihm und Siegbert Gutrat.
,,Also wieder einmal.", sagte ich.
,,Nein. Diesmal ist es etwas Substantielles."
,,Also ein wirklicher Ehekrach."
,,Ja. Und noch mehr. Er spricht mir eigentlich die
Existenzberechtigung ab."
,,Oho. Deine gesellschaftliche, künstlerische, oder
intellektuelle?"
,,Alle drei. Hör her. Siggi forscht ja seit Neuestem zur Natur des
Lichts."
,,Oha."
,,Ja. Und vor einigen Wochen steckte er mir, er wàre auf dem Weg
diese tatsàchlich zu erklàren."
,,Ah- so wie das Geheimnis der Pyramiden damals?"
,,Ja. Ich sage ja auch: Schuster bleib bei deinen Leisten, und das
kann nichts werden. Aber seine Grundidee war faszinierend, und am
nàchsten Tag kam ich hier im BLÖD zufàllig mit einem Physikstudenten
aus Heidelberg ins Gespràch. Ich erzàhlte ihn von Siggis kühner Idee,
und der meinte, sein Doktorvater dort in Heidelberg, hàtte genau
dieselbe Idee schon vor einem Jahr gehabt."
,,Na, dann: der jüngste Tag in der Geschichte der Physik ist
angebrochen!", sagte ich feierlich und erhob mein Glas.
,,Ja, ja. Hör mir zu. Was ich nicht wissen konnte. Der Student hat
davon seinem Doktorvater erzàhlt, und der hat Siggi vor einigen Tagen
eine geharnischte Mail geschickt, von wegen Plagiat und so. Und jetzt
schreibt mir der Trottel ein SMS, ich hàtte seine phantastisch Idee
zur Natur des Lichtes ausgeplaudert, an einen Studenten in Heidelberg.
Prompt hàtte sich ein dortiger Physiker eingeschaltet, und diese
Idee für sich reklamiert."
,,Und? Ist es nicht so?"
,,Siggi sagt nein. Er hàtte die Idee früher gehabt. Der Student
hàtte sie geklaut, und der Doktorvater stelle sie nun als die seine
hin. Und die Schuld an dem Schlammassel trüge ich. Die beiden Narren
könnten sich ja zusammensetzen und schauen was an ihren Ideen dran
ist, nicht. Stattdessen pflaumt dieser Heidelberger Siggi an und der
mich."
,,Was ist denn sein Grundgedanke? Oder unterliegst du jetzt einem
Schweigegebot."
,, Bist du verrückt. Ich lasse mir doch nicht den Mund verbieten
von dem Trottel. Ich habe das meiste eh vergessen. Ich weiß nicht
einmal mehr, was ich diesem Studenten erzàhlt hab. Der Kerngedanke ist
aber der: da Licht mit Lichtgeschwindigkeit reist, vergeht keine
Zeit.Licht ist zeitlos. Also gàbe es nur ein Photon."
,,Na, dann grüß Gott, Frau Kompott."
,,Siggi sprich von seiner Lichttheorie übrigens wie Gott. Und Gott
schmollt seit jenem fauxpas der mir gar nicht bewusst war."
,,Aha. Gott. So was muss er wohl sein, wenn er die wahre Natur des
Lichtes erkannt hat. Denn damit wàre er mit seinen 44 weiter als
Einstein mit 70. Soll ich ihn zitieren."
,,Ja, mache er."
,,Sinngemàß sagte Einstein: Seit 50 Jahren grüble ich nun darüber
nach, was ein Lichtquant sei, und weiß es noch immer nicht. Heute
glaubt jeder Lump, er wüsste es - aber er weiß es nicht."
Franz lachte.
,,Das hat er gesagt? Übrigens. Findest du nicht, dass ich ihm etwas
àhnlich sehe?"
,,Einstein? Hm. Tja. Ja. Aber erst in spàteren Jahren. Die
fleischige Nase passt, die Zauselfrisur. Aber dann siehst du ihm
wieder nicht àhnlich. Einstein schnarchte übrigens."
,,Ich auch.", lachte Franz.
,,Ich weiß."
,,Woher?"
,,Wurscht. Und er litt an entsetzlichen Schweißfüßen."
,,Ich nicht."
,,Bist du dir da sicher?"
,,Ja."
,,Auf Zahnputz verzichtete Einstein ebenfalls."
,,So ein Ferkel. Oh- wenn man von Genies spricht. Da kommt
Siegbert."
Siegbert stach uns ignorierend direkt an die Bar. Dort bestellte
er sich etwas, gestikulierte mit seiner Pfeife und schob sich die
Hornbrille zurecht. Er sprach sehr intensiv mit Hansi dem Kellner,
obwohl ich mir sicher war, dass der weder etwas von Licht verstand,
noch davon wissen wollte.
Etwas spàter kam Gutrats Frau, Susi, und diese stellte sich zu
uns.
,,Ich komme als Vermittlerin, Franz. Siggi will, dass du ihm eine
Website machst. Nichts Großes. Eigentlich nur ein Logo. Einen Rahmen.
Diesen Schnickschnack."
,,Aha. Nur gegen Barzahlung. Und Gott müsste schon mit mir selber
reden."
Susi ging zu Siegbert, und dann standen die verkrachten Urfreunde
nach Wochen gegenseitiger Nichtbeachtung wieder an einem Tisch.
,,Also, Franz, ich habe mir das so vorgestellt.", begann der
Doktor ohne Umschweife. Man fühlte, er wollte sachlich bleiben.
Siegbert legte das Blatt eines Computerausdrucks auf den Tisch.
,,Was ist das?", fragte Franz.
,,Die Einleitung meiner Abhandlung zur Natur des Lichts."
,,Und warum sind die Zeilen alle geschwàrzt?"
,,Na, damit kein Unberufener sie liest, Franz.", sagte Siegbert
und lachte meckernd.
Seine Frau làchelte.
,,Und was soll ich machen?", fragte Franz.
Siegbert sagte es ihm.
,,50 Euro.", sagte Franz- auch er blieb sachlich.
Siegbert, holte seine Gazellenlederbrieftasche aus der
Hintertasche seiner Levis, zupfte einen Fünfziger, dem man ansah, dass
er frisch gezogen war hervor und reichte ihn Franz. Der ließ ihn in
der Innentasche seines Sakkos verschwinden.
,,Also wo willst du das Logo. Wie in etwa soll es aussehen?"
,,Ich schicke dir die Seite in deinen Computer."
,,Mit den geschwàrzten Zeilen?"
,,Ja, selbstverstàndlich, Franz, was glaubst du? Wenn du da was
liest, verràtst du mir ja wieder alles." Siegbert meckerte, und
warf Susi seiner Frau einen Verschwörerblick zu.
,,Wieso làsst du diese scheiß Zeilen dann nicht überhaupt weg?",
wurde Franz lauter.
,,Na, du sollst doch sehen, wo der Text steht, Franz.", erklàrte
Siggi von oben herab.
,,Da hàtte ein einfacher Rahmen genügt. Dieser geschwàrzte Text
ist einfach làcherlich. Und wieso soll ich ihn nicht lesen?"
,,Ich weiß, das würdest du gerne, was."
,,Ja. Weil du nicht die Bibel neu schreibst. Es ist ein Text. Es
ist nicht...so warst du schon immer! In der Schule schon! Ja, Susi,
hör ruhig zu! Immer hattest du irgendeinen kabbalistischen Scheiß
laufen, und wenn ich dich fragte, um was es geht, hast du genauso
beschissen-überheblich gemeckert wie jetzt. Und lügen tust du auch!"
Siegbert Gutrat und seine Frau Susi blickten konsterniert. Franz
fuhr fort: ,,Ja. Lügen. Bei deinem letzten Elternvortrag hast du
behauptet, wenn sie Messer bei ihren Schulkindern finden, muss keine
Welt einstürzen, du hàttest auch immer ein Messer bei dir getragen als
Schüler. Du hast nie ein Messer dabeigehabt, geschweige den gezogen,
wenn es brenzlig wurde. Gespuckt hast! Gespuckt!"
,,Ja, aber das ist jetzt wurscht. Also ich hàtte das Logo gerne
da. Es soll ein stilisiertes Photon darstellen."
,,Ein stilisiertes Photon. Hansi, noch ein Achtel.", rief Franz.
Der Kellner registrierte es.
,,Und wie hàttest du dein stilisiertes Photon denn gerne.", fragte
Franz.
Siegbert zückte seinen goldenen Füller, und brachte seine
Vorstellung mit einigen ungelenken Strichen zu Papier, wàhrend ich
einige Worte mit Susi wechselte.
Doch bald waren wir wieder bei den beiden.
,,Nein, nein, nein. Es ist völlig überflüssig.", sagte
Siegbert.,,Würdest du den Text lesen, drànge das wieder bis nach
Heidelberg durch. Außerdem würdest du ihn eh nicht verstehen."
,,Scheiße, meine Graphik wird einfach besser sein, wenn ich weiß
um was geht!", brüllte Franz. Seine Nerven lagen blank.
,,Na ums Licht.", sagte Siegbert und lachte meckernd in Richtung
seiner Frau.
Da hatte ihn Franz schon den Wein ins Gesicht geschüttet.
Der Freundes- Eklat, die finale Pietàtlosigkeit war eingetroffen!
Siegberts Kopf ruckte zurück und ich sah den Doktor und den
Fotographen sich schon am Boden wàlzen- in freundschaftlicher Umarmung
sozusagen.
Doch Siegbert beherrschte sich.
Seine Brille putzend, machte er seinen Unmut nur in Worten Luft.
,,Also, so etwas Primitives! Das tut nur ein Alkoholiker. Das tut
nur ein Alkoholiker! Du bist am Ende, Franz! Abgehalftert, eine
künstlerische Leiche! Und die 50 Euro kannst du auch vergessen."
,,Ha, ha- die hast du mir schon gegeben.", freute sich Franz.
,, Wie? Wurscht. Komm, Susi, wir gehen. Und der Primitivling war
einmal mein Freund."
,,Ja, geh, geh, geht!", rief Franz den beiden nach, und bekam nun
sein Achtel von Hansi dem Kellner Der hatte die Szene beobachtet und
fragte amüsiert: ,,Soll ich gleich noch eines bringen."
,,Nein. Das schütt ich nicht...das trink ich.", sagte Franz immer
noch aufgebracht, und setzte ruhiger hinzu: ,,Aber so schnell, dass du
mir nun doch ein neues bringen darfst."
Damit leerte er das Glas in einemZug.
Das war der Zwischenfall im BLÖD.
Einige Monate spàter begann Gutrat, den Eingangs erwàhnten Unflat
in das Telefon zu reden, erschreckte und beleidigte seine imbizilen,
analphabetischen Klienten und das ganze wurde ruchbar.
Eine analphabetische Mutter reichte Klage gegen den Doktor wegen
Beleidigung ein(ich glaube er nannte sie am Telefon analphabetische
Sau), und vor Gericht begann Gutrat von rosigen Lichtern zu reden.
Der Richter rief ihn zur Ordnung, Gutrat versuchte mit seinem
Feuerzeug den Vorhang in Brand zu setzen, warf mit seiner Pfeife nach
herbeigeeilten Polizisten, wurde auf den Posten gebracht, raste dort
in einem fort, und zum guten Schluss wusste man sich keinen anderen
Rat, als ihn in die Geschlossene zu verbringen.
Dort sitzt er heute noch, zeichnet, macht Gedichte (hauptsàchlich
zur Natur des Lichts) und wird ab und zu besucht von seiner
geschiedenen Frau, mit der ich übrigens eine Affàre habe. Der gehen
bei mir in der Falle die unterschiedlichsten Lichter auf. Sexuell
meine ich. Denn ich bin ein leidenschaftlicher Sex- Experimentator.
Und ich bringe Susi zum lachen. Indem ich Einsteins Kinderstimme
imitiere und sage:"Seit fünfzig Jahren grübleich nun darüber nach..."


Ende
 

Lesen sie die antworten

#1 Peter Niessen
08/09/2007 - 22:50 | Warnen spam
Am Sat, 08 Sep 2007 00:51:52 -0700 schrieb Lone:

Zitat focus. de.
"Jetzt richteten Nasa-Astronomen ihr Himmelsauge erneut auf dieses
Areal(ursa major) - und prompt gelang ihnen abermals ein Durchbruch:
Sie entdeckten neun bislang unbekannte Galaxien, die zu den kleinsten,
lichtschwàchsten und kompaktesten bislang bekannten Sternsystemen
zàhlen."
Zitat ende

Klein...kompakt...lichtschwach...das sind Wischiwaschi-Ausdrücke...



Stimmt
und das gilt auch für den Rest deines Postings.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Nießen

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