WLAN-Bridge wie?

06/06/2013 - 16:50 von Kay Martinen | Report spam
Hallo

ich habe folgendes Problem. Ich brauche eine LAN-Verbindung in einen
Kellerraum der Luftline ca. 5-10 Meter entfernt ist, allerdings diagonal
durch eine Kellerdecke führt. Aufgrund Baulicher und Rechtlicher
Gegebenheiten kann ich kein Kabel legen. Es bleibt also außer Powerline nur
WLAN übrig. Das gefàllt mir auch nicht, ist aber nicht anders machbar.

Ich plane 2 Accesspoints zu kaufen, mit Richtantennen auszurichten und eine
WDS-Bridge damit zu bauen.

Allerdings sind damit wohl max. 54-150 MBit/sec. zu erreichen.

MIMO mit 3 Antennen sollte prinzipiell mehr bringen können. Ich nahm
eigentlich an das sowas eher durch Antenna-Diversity mehr bringt. Allerdings
bin ich nicht so im Thema drin und daher die Fragen.

Kann man bei Accesspoints mit 3 Antennen alle Drei mit Richtantennen
versehen (auf beiden Seiten natürlich) und damit wirklich 3 Datenströme
parallel bündeln?

Stören sich diese drei parallelen Datenströme nicht gegenseitig? Die
benutzen doch dann die gleiche Frequenz oder?

Könnte man stufenweise vorgehen und ein Antennen-paar nach dem Anderen auf
Richtantenne umstellen. Die kosten schliesslich auch geld.

Muss ich dabei auf bestimmte Eigenschaften der APs achten? Außer das er WDS
und 11n kann?

Danke schon mal.

Kay
 

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#1 Thomas Einzel
06/06/2013 - 18:25 | Warnen spam
Kay Martinen schrieb am 06.06.2013 16:50:
...
Muss ich dabei auf bestimmte Eigenschaften der APs achten? Außer das er WDS
und 11n kann?



Nach meinen eignen Tests mit 3 gegen 9dBi Antennen bringt ein höherer
Antennengewinn in *Innen* ràumen eher nichts, einfach zu viel
Reflexionen und daraus folgende Überlagerungen. Eine Richtfunkstrecke
mit freier Fresnelzone ist etwas ganz anderes.

Bei Richtantennen solltest du bedenken, dass MIMO mehrere Antennen
benötigt und 802.11n AFAIK bei einer Antenne und 40Mhz Bandbreite max.
150Mbit/s Brutto (netto ca. die Hàlfte) Übertragungsrate haben kann.

KoaxLan vielleicht möglich?

Kannst du wenigsten die beiden APs direkt übereinander nur mit der Decke
dazwischen anordnen, nicht diagonal? Falls letzteres würde ich *nach*
(!) erfolgreiches Tests APs mit je drei 3 oder 5dBi Antennen ab Werk in
Erwàgung ziehen. Falls der AP als solcher an der Kellerdecke stört kann
man ihn auch in eine Kunststoffkasten
(Elektroverteiler/Elektro-Leergehàuse >=IP44) "verstecken".

Ich würde es jedoch erst mal mit einfachen oder geliehenen Geràten
probieren. In der Vergangenheit hatte sich DD-WRT für alles
WLAN-nicht-alltàgliche bewàhrt - die DD-WRT Unterstützung brauchbarer
802.11n MIMO APs scheint aber etwas übersichtlich zu sein.

Thomas

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