WLAN mit Nachbarn verbinden

07/10/2008 - 20:30 von Christian Baer | Report spam
Hallo Leute!

In ca. 2 Wochen wechel ich meinen ISP. Ich rechne da mit ein paar
Problemen (bin hier auf einem Dorf) und entsprechend kann es sein, daß
ich 7-10 Tage keinen Internetzugang (und auch kein Telefon habe).

Als Gegenmaßnahme habe ich mit meiner Nachbarin (Nebenhaus) ausgemacht,
daß ich für den Zeitraum ihren Internetzugang mitbenutzen darf. ISPs
bitte an dieser Stelle mal weghören. :-) Bevor hier Bedenken wegen der
Belastung kommt, in der Zeit beschrànke ich mich dann auf eBay, heise.de
(also Surfen), VoIP und ICQ. Besonders VoIP ist wichtig, weil ich
dadurch telefonieren kann und auch erreichbar bin. Eseltreiber bin ich
ohnehin nicht.

Die Frage ist nur: Wie mache ich das am dümmsten?

Problem 1: die Verbindung
Ich habe als Hardware, um das zum Laufen zu bringen eine FritzBox 7270,
eine 5012 und ein DWL-2000AP (dLink). Kann ich damit was reißen?

Problem 2: das Routing
Ich habe in meinem Heimnetz einen Newsserver und einen Mailserver. Alles
wird über statisches DHCP konfiguriert (logischerweise nicht von der
Fritz). Meine Rechner sind in einem anderen Subnet als die der
Nachbarin. Ich wüßte nicht, daß ich die Fritz konfigurieren könnte, als
reiner AP zu arbeiten und gleichzeitig noch vollwertiger Router zu sein,
der auch noch VoiP bereitstellt. Vor allem muß dann mein Netz Immun
gegen die DHCP-Pakete von dem anderen Netz sein.

Hat da jemand ein paar Ideen für mich?

Gruß
Christian

Ich kam.
Ich ging.
Und ich war da gewesen.
 

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#1 Andreas Schiller
07/10/2008 - 22:36 | Warnen spam
Christian Baer schrieb:

In ca. 2 Wochen wechel ich meinen ISP. Ich rechne da mit ein paar
Problemen (bin hier auf einem Dorf) und entsprechend kann es sein, daß
ich 7-10 Tage keinen Internetzugang (und auch kein Telefon habe).

Als Gegenmaßnahme habe ich mit meiner Nachbarin (Nebenhaus) ausgemacht,
daß ich für den Zeitraum ihren Internetzugang mitbenutzen darf.


Problem 1: die Verbindung
Ich habe als Hardware, um das zum Laufen zu bringen eine FritzBox 7270,
eine 5012 und ein DWL-2000AP (dLink). Kann ich damit was reißen?



Besorge dir einen allseits beliebten Linksys WRT54GL. Der kann mit
dd-wrt oder anderen open-wrt-Firmwares den Clientmodus in verschiedenen
Varianten. Für dein Zweck ist der Clientmodus ohne bridging passend.


Modem (Nachbar)
|
Router (Nachbar)
|
AccessPoint (Nachbar)
S
S
S
WRT54GL
+Server1
+Server2
+Fritz!Box


Problem 2: das Routing
Ich habe in meinem Heimnetz einen Newsserver und einen Mailserver. Alles
wird über statisches DHCP konfiguriert (logischerweise nicht von der
Fritz). Meine Rechner sind in einem anderen Subnet als die der
Nachbarin. Ich wüßte nicht, daß ich die Fritz konfigurieren könnte, als
reiner AP zu arbeiten und gleichzeitig noch vollwertiger Router zu sein,
der auch noch VoiP bereitstellt. Vor allem muß dann mein Netz Immun
gegen die DHCP-Pakete von dem anderen Netz sein.



Im Clientmodus wird das WLAN-Interface des WRT54GL wie das WAN-Interface
behandelt. Du gibst dem WAN-Interface eine statische IP-Adresse aus dem
Range der Nachbarin, als Gateway und DNS den Router der Nachbarin.
LAN-Seitig deaktivierst du den DHCP-Server im WRT54GL und vergibst eine
IP-Adresse aus deinem IP-Range. Deinen Servern und der Fritz-Box musst
du dann die eben vergebene IP-Adresse des WRT54GL als Standardgateway
und die IP-Adresse des Nachbar-Routers als DNS einstellen.

Deine Fritz!Box sollte, wie oben schon angedeutet, auf
"Internetzugang über LAN" und "Vorhandene Internetverbindung im Netzwerk
mitbenutzen (IP-Client)" eingestellt sein.
Damit SIP-Pakete bei ankommenden Rufen auch über die NAT-Grenzen zu
deiner Fritz!Box finden, empfehle ich folgendes:

Im Nachbar-Router eine statische Route zu deinem IP-Range und ein
Portforwarding von Port 5060 TCP zu deiner Fritz!Box setzen. Im WRT54GL
das Abschalten der Firewall.

HTH
Andreas Schiller

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