WLAN-Roaming, mehrere APs

19/05/2009 - 11:06 von Ralph Aichinger | Report spam
Ich habe zuhause derzeit ein Setup mit einem WLAN, das auf folgendes
Szenario ausgerichtet war: Nur Desktop-Computer, keine Notebooks, aber
keine Kabel in den Wànden. Ich hab das gelöst mit einem AP im Keller
und zwei als Clients verwendeten WRT54GLs mit OpenWRT, die jeweils
eine "Ethernetinsel" in dieses WLAN einbinden. Ich habe für jede
dieser Ethernetinseln ein Subnet, und statische Routen dazwischen.
Das hat auch den erfreulichen Effekt, daß ich weniger Geplàrre
von den Windows-Rechnern und Laserdruckern (Ethernet-Broadcasts)
durch das WLAN schicke. Soweit so gut, ich bin zufrieden, mein
Ethernetkabel-Ersatz macht, was er soll.

Enter: The Notebook

Seit zwei Wochen hab ich ein Notebook mit WLAN, und ich bin nicht
mehr ganz so glücklich mit dem Setup: Dort wo die WRTs mit ihren
zwei großen Antennen keinerlei Probleme haben, eine stabile
Verbindung zu halten (ich hab mehr probleme mit kaputten Patchkabeln
als WLAN-Verbindungen!), da zeigt sich die Notebook-Karte unzuverlàssig.
Auch zwei andere WLAN-Adapter (einmal Ralink-Stick, einmal
UMTS/WLAN-Kombikarte Option GT Fusion mit beeindruckend großer
Antenne) bringen keine Verbesserung, eher ist die interne Karte
des Notebooks noch die beste.

Der Plan:

Mehr APs müssen her!

Wie macht man das am besten? Ein großes WLAN mit Bridging über alle
APs (das müßten mindestens 2 sein, der jetztige, plus ein funktechnisch
günstig aufgestellter, der in der ganzen Wohnung das Notebook versorgt)?

Ist das nicht kontraproduktiv, wenn ich mir quasi selber Bandbreite am
gleichen Kanal wegnehme, indem ich jedes Paket vom Notebook nochmal auf
der gleichen Frequenz übers WLAN bridge (Kabelverbindung geht nicht
so ohne weiteres)? Ist das das, was man WDS nennt? Gibt es dazu
sinnvolle Einführungsdokumente im Netz?

Sollte ich bei einer solchen Lösung gleich auch noch meine anderen
2 WRTs von routing Clients in APs umwandeln?

Die andere Variante wàre einfach ein "Verbindungsnetz" und ein "Zugangsnetz"
zu machen, funktechnisch getrennt auf weit auseinandergelegenen Kanàlen.
Ist das praktisch sinnvoller? Wenn ich langfristig mehr als einen AP für
mein Notebook haben will, dann werde ich trotzdem nicht über eine
Bridging-Lösung (halt über 2 WLANs) nicht hinauskommen?

Und eine banale Frage zum Roaming: Wenn ich einem Client zwei APs
zur Verfügung stellen will (z.B. in zwei Hausecken), kann ich dann
transparentes Roaming erreichen, indem ich die gleiche SSID, aber
unterschiedliche Kanàle wàhle? Oder müssen SSID und Kanal gleich
sein? Stören sich dann die APs gegenseitig? Oder ganz anders? Wie
versorgt man ein größeres Areal mit mehreren APs, so daß die Clients
am wenigsten "Arbeit" erfordern, in meinem Fall wàre mir am liebsten,
wenn der Gnome NetworkManager automatisch transparent umschalten
würde zu dem AP mit dem besten Signal, ohne daß er mich dazu
braucht.

Viele Fragen, ich weiß, aber zu dem Thema "mehrere APs" habe ich
im Netz vor allem Anleitungen für Unis gefunden, wie sie größere
Installationen mit Radius, VPN etc. aufbauen können, jede Einführung,
die sich nicht auf konkreten Geràte festhàlt (zuerst kaufen sie
3x Cisco XYZ) und nicht zu sehr vereinfacht wàr hilfreich für mich,
ohne gleich mein eh schon kompliziertes Setup noch mehr aufzublasen
(VPN möchte ich mir gerne sparen z.B., Radius auch, wenn es geht).

/ralph
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#1 Ralph A. Schmid, dk5ras
19/05/2009 - 13:47 | Warnen spam
Ralph Aichinger wrote:

Die andere Variante wàre einfach ein "Verbindungsnetz" und ein "Zugangsnetz"
zu machen, funktechnisch getrennt auf weit auseinandergelegenen Kanàlen.
Ist das praktisch sinnvoller?



Ja, wenn es um maximalen Durchsatz geht, dann schon. Ich habe hier als
Lösung für temporàre Installationen dualband-geràte; die kann ich z.B.
auf 5 GHz bridgen und auf 2.4 GHz auf sie zugreifen, oder umgekehrt.


-ras


Ralph A. Schmid

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