Zeitwellen

16/07/2010 - 23:18 von Thomas Heger | Report spam
Hi Ng

die Relativitàtstheorie sagt, alle Beobachter wàren gleichberechtigt -
aber sehen nicht das selbe. Man könnte sozusagen die Koordinaten
verdrehen, so daß aus Raum für den einen Beobachter Zeit für einen
anderen wird.
Wenn man nun eine stehende Welle betrachtet, wie würde diese dann für
einen anderen Beobachter aussehen?
Wir transformieren den Raum nun so, daß er vollstàndig in der Zeitachse
verschwindet und mit ihm die Welle.
Die ist aber nicht weg, sondern nur unsichtbar - vom gedrehten
Koordinatensystem aus.
Da die Zeit gleichzeitig gedehnt erscheint (die Frequenz dieser Welle)
erscheint diese jetzt statisch und schwingt in eine Richtung, welche für
uns imaginàr ist, also nach links und rechts zur Zeitachse, was man sich
als imaginàre Drehung vorstellen könnte, welche über die spacelike
genannte Ebene vollführt wird.
So ein Kreis auf einer Hyperebene ist eigentlich eine Kugel, weswegen es
eine imaginàre Drehung auf einer Sphàre um einen gedachten Punkt gibt.
Der gedachte Punkt ist statisch im neuen Bezugssystem.
Da diese Drehung auf der Sphàre eigentlich eine Welle ist, schwingt sie
jetzt in der Zeitrichtung im neuen Bezugssystem, wobei sie sich etwas
bildlich nach vorne und hinten in der Zeit bewegt, also sozusagen
'piekst' statt schwingt.
Da sie aber nicht stàndig nach vorne schwingt und die seitlichen
Ausschlàge imaginàr sind, taucht dieses 'Pieken' auch nur gelegentlich auf.
Ein Elektron könnte so etwas sein, finde ich, und man könnte die
Streuversuche des Elektrons so interpretieren.

TH
 

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#1 Hans-Bernhard Bröker
16/07/2010 - 23:46 | Warnen spam
Am 16.07.2010 23:18, schrieb Thomas Heger:

die Relativitàtstheorie sagt, alle Beobachter wàren gleichberechtigt -
aber sehen nicht das selbe. Man könnte sozusagen die Koordinaten
verdrehen, so daß aus Raum für den einen Beobachter Zeit für einen
anderen wird.



Das "sozusagen" in dieser Aussage versteckt ein riesiges "Aber".
Lorentzboosts haben eine lose mathematische Verwandschaft mit Drehungen,
ja. Aber das bedeutet làngst nicht so viel, wie du mal wieder unterstellst.

Wenn man nun eine stehende Welle betrachtet, wie würde diese dann für
einen anderen Beobachter aussehen?



Anders.

Wie genau, das kommt auf den anderen Beobachter, genauer: auf sein
Bezugssystem an.


Wir transformieren den Raum nun so, daß er vollstàndig in der Zeitachse
verschwindet und mit ihm die Welle.



Nein, das tun "wir" nicht. Weil wir nàmlich wissen, dass das nicht
geht. Abstànde auch die von Ereignissen innerhalb der stehenden
Welle, oder entlang einer Raumachse wechseln durch
Bezugssystemwechsel niemals von raum- auf zeitartig oder umgekehrt.

Da diese Voraussetzung falsch ist, erübrigt sich die Betrachtung des
restlichen Beitrags. Gelöscht.

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