Zentrale Verwaltung von Software/Updates/Patches

24/09/2009 - 11:23 von Oliver Lemke | Report spam
Hallo zusammen,

ich würde gerne mal folgende persönliche Ansicht einem Realitàtscheck
durch die geneigte Gruppen-Öffentlichkeit unterziehen.

Ich nutze jetzt seit zwei Jahren intensiv den Mac, vorher sehr viel
Windows und mittelmàßig viel Linux. Und nach meinen Erfahrungen in den
letzten zwei Jaren sieht es nicht so aus, als würde ich mich bald
wieder vom Mac abwenden[1]. Allerdings gibt es für mich einen Punkt,
in dem mich das MacOS wirklich aufregt: Softwareinstallationen und
Updates/Patches. In vielen Aspekten ist MacOS technologischer
Marktführer, GCP und OpenCL sind innovativ und werden irgendwann
vielleicht sogar mal praktisch ausgenutzt.

Aber warum in Gottes Namen hat sich Apple nie mit einem gescheiten
Paketmanagement auseinandergesetzt? Wàre das Thema
Softwareinstallation und Updatemanagement auf dem Niveau des
restlichen Betriebssystems, würde mir _eine_ zentrale Instanz
vorschweben, in der ich alle installierten Programme, deren Updates
und Systempatches zentral verwalten kann. Ich könnte dort erkennen,
wann ich ein Programm installiert habe, wann es sich welche Updates
verpasst hat und könnte es da auch mit einem Click löschen. Das Ganze
verknüpft man dann noch mit der TimeMachine, so dass man sich z.B. die
Softwarekonfiguration an einem Backupzeitpunkt anschauen und gezielt
zu dieser zurückkehren könnte.

Aber was hat man stattdessen? Einige Programme installieren sich durch
Drag'n'Drop in den Applications-Folder, andere haben einen eigenen
Installer. Die Updates für Tool W gibts in dessen pref-Pane, Programm
X sucht selbst, wenn es gestartet wird, und Y sucht gar nicht von
alleine. Und für Z gibts einen eigenen Update-Dienst, der irgendwie im
Hintergrund làuft. Dass einem da ein evtl. sicherheitskritisches
Programmupdate durch die Lappen geht, ist irgendwie absehbar.

Warum ist das so? Ist das angedacht? Kein Leidensdruck bei den
Anwendern? Zu kompliziert? Bin ich von RPM- und/oder deb-basierten
Linuxdistributionen zu verwöhnt? Wie seht ihr das?

Gruß

Oli

[1] Es sei denn das MPB entwickelt noch mehr Macken. Bis jetzt: Nach
12 Monaten ein verklemmter linker Lüfter, nach 13 Monaten ein DVD-
Laufwerk, das keine DVDs mehr lesen und schreiben kann und ab dem 15.
Monat eine Displaystörung bei bestimmten Neigungswinkeln des Deckels.
 

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#1 Thomas Kaiser
24/09/2009 - 13:28 | Warnen spam
Oliver Lemke schrieb in <news:
ich würde gerne mal folgende persönliche Ansicht einem Realitàtscheck
durch die geneigte Gruppen-Öffentlichkeit unterziehen.



Kannst Du bspw. via Archiv der Gruppe, bspw.

<http://groups.google.com/group/de.c...d61538>
<http://groups.google.com/group/de.c...83d4b3>
<http://groups.google.com/group/de.c...dced42>
Thread "Druckertreiber wieder deinstallieren"

Ich "kotz" mich diesbzgl. seit Jahren aus und muß feststellen, daß die
Situation, wie sie sich auch mit 10.6 darstellt, weiterhin alles andere
als schön ist. Zum Glück gibt es abseits Einzel- bzw. Privatuser-
Installationen so geniale Tools wie LANrev, die die Situation
ertràglich(er) machen.

Aber warum in Gottes Namen hat sich Apple nie mit einem gescheiten
Paketmanagement auseinandergesetzt?



Historische Gründe? Sinnlosigkeit angesichts der diversen Quellen, aus
denen Software unter MacOS X daherkommt? Glaubst Du, kommerzielle
Software-Hersteller würden ihren Kram zentral irgendwo abkippen, damit
sie sich jeder per installer(8) auf die Platte holen und per
softwareupdate(8) aktuell halten kann? Bzw. entsprechende GUI-Pendants
dazu?

Gruss,

Thomas

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