Zwei Bildschirme über eine oder über zwei Grafikkarten?

28/12/2011 - 01:30 von Hauke Laging | Report spam
Moin,

mein Vater hàtte gern einen zweiten Monitor. Das trifft sich insofern gut,
als er eh einen neuen Rechner bekommt, aber ich habe keinerlei Erfahrung
damit unter Linux.

Ich plane die Anschaffung eines AMD Fusion E-350 (oder 450). Das pràferierte
Board hat zwar drei Videoausgànge (VGA, DVI, HDMI), aber man kann wohl nur
einen zur Zeit verwenden.

Es gibt also die beiden Möglichkeiten

1) zusàtzliche Grafikkarte mit einem Anschluss

2) zusàtzliche Grafikkarte mit zwei Anschlüssen (Onboard-Grafik
deaktivieren)

Er macht nichts Aufregendes mit dem Rechner (openSUSE 12.1). Ziele sind

1) Vermeidung von Softwareproblemen

2) niedrige Leistungsaufnahme (passive Kühlung)

Vom Bauchgefühl her erscheint mir die Verwendung einer einzelnen Karte
besser. Da gibt es keine Konflikte (BIOS) zweier gleichzeitig aktiver
Grafikkarten, und womöglich ist das X-seitig dann auch übersichtlicher.
Außerdem wird die CPU dann schneller, weil sie sich die RAM-Bandbreite nicht
mehr mit der Grafik teilen muss. Andererseits sind Karten mit zwei Ausgàngen
womöglich teurer (hab ich noch nicht recherchiert).

Welche Treiber machen denn inzwischen die wenigsten Probleme? Kann jemand
ein konkretes Modell empfehlen?


X-Post & F'up2 dcoulh


CU

Hauke
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#1 Heiko Rossmann
28/12/2011 - 09:27 | Warnen spam
Moin,

On 12/28/2011 01:30 AM, Hauke Laging wrote:
mein Vater hàtte gern einen zweiten Monitor. Das trifft sich insofern gut,
als er eh einen neuen Rechner bekommt, aber ich habe keinerlei Erfahrung
damit unter Linux.

Ich plane die Anschaffung eines AMD Fusion E-350 (oder 450). Das pràferierte
Board hat zwar drei Videoausgànge (VGA, DVI, HDMI), aber man kann wohl nur
einen zur Zeit verwenden.



Sicher? Schau *genau* nach, bei den Intel-Core-irgendwas CPUs mit
integrierter Grafik gilt das nàmlich beispielsweise nur für das BIOS,
was aber nur ganz klein in einer Fußnote steht.

Es gibt also die beiden Möglichkeiten

1) zusàtzliche Grafikkarte mit einem Anschluss



Ist Mist. Das aktuelle X kann (noch?) nicht (oder nicht mehr?)
vernünftig damit umgehen, wenn der Desktop über mehrere Grafikkarten
verteilt wird. So schön die automatische Einstellung von Auflösung und
Rotation sowie das Ein- und Ausschalten von Monitoren mit RandR
normalerweise funktioniert - das klappt nur mit Monitoren an einer
Grafikkarte. Mit Monitoren an mehreren Grafikkarten muss man das - alte
- Xinerama nutzen, wenn man Fenster von einem Monitor auf den anderen
verschieben will - und dann funktioniert RandR nicht mehr. Unter
Umstànden auch kein Direct Rendering, was gerade bei einer relativ
schwachen CPU wie dem Fusion doch nett zu haben wàre.

2) zusàtzliche Grafikkarte mit zwei Anschlüssen (Onboard-Grafik
deaktivieren)



Ja. Selbst die allerbilligsten Karten haben mindestens zwei Ausgànge,
wenn es zwei digitale Ausgànge sein sollen, wird es etwas teurer. Um
50-60EUR sollte da aber auch was zu finden sein. HDMI làsst sich auf
DVI-D problemlos adaptieren, es müssen also nicht exakt die richtigen
Ausgànge sein.

Welche Treiber machen denn inzwischen die wenigsten Probleme? Kann jemand
ein konkretes Modell empfehlen?



Ich habe über die letzten sechs Jahre gute Erfahrungen mit den
billigsten ATI-Grafikkarten gemacht, zur Zeit werkelt hier eine Radeon
HD4350. Die wenigsten Probleme hatte ich mit den Intel-Treibern, aber
dafür wird es wohl kaum externe Grafikkarten geben :)

MfG, Heiko

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