Zwei Millionen Menschen profitieren von M4D-Utilities-Projekten der GSMA

26/07/2016 - 11:34 von Business Wire

Zwei Millionen Menschen profitieren von M4D-Utilities-Projekten der GSMAMobilfunkbereich fördert immer mehr Energie-, Wasser- und Sanitärversorgungsprojekte.

Das Programm Mobile for Development Utilities der GSMA (M4D Utilities) hat einen neuen Bericht über die Fortschritte beim Einsatz mobiler Technologie zur Bereitstellung von Energie-, Wasser- und Sanitärversorgungsleistungen in unterversorgten Gemeinden herausgegeben. Der jüngste M4D-Utilities-Jahresbericht „Unlocking access to utility services: The transformational value of mobile“ wurde heute auf der Veranstaltung Mobile 360 – Africa der GSMA veröffentlicht, die vom 26. bis 28. Juli in Daressalam (Tansania) stattfindet.

„Milliarden von Menschen in Schwellenländern haben immer noch keinen Zugang zu essentiellen Versorgungsleistungen wie Energie, sauberes Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung“, sagte Mats Granryd, Director General der GSMA. „Eine neue Welle innovativer Mobilfunktechnologie kann den Zugang zu diesen sanitären Grundversorgungsleistungen verbessern und steigern und gleichzeitig die Märkte beleben, kleine Unternehmen stärken und sogar Leben retten. Das Augenmerk der Mobilfunkbranche gilt der Schaffung wirtschaftlich tragfähiger Partnerschaften, welche diese neuen Technologien nutzen können.“

Mobilfunktechnologie kann neue Dienstleistungsmodelle erschließen. Dazu zählen die mobile Geldbörse für eine erschwingliche Fernzahlung von Rechnungen, Mobilfunkdienste zur Kommunikation mit Kunden und Machine-to-Machine-Verbindungen zur Fernüberwachung von verteilten Diensten. Diese Innovationen bei der Dienstleistungserbringung ermöglichen zugängliche, erschwingliche und zuverlässige essentielle Versorgungsleistungen für unterversorgte Gemeinden.

Das Programm M4D Utilities der GSMA, das 2013 mit Unterstützung des britischen Department for International Development (DFID) ins Leben gerufen wurde, hat Finanzhilfen an 34 Organisationen vergeben, die mobilfunkfähige Versorgungsleistungen anbieten, die fast zwei Millionen Menschen unmittelbar zugutekamen. Die bislang geförderten innovativen Versuche haben dazu geführt, dass die Empfänger der Mittel weitere Beteiligungen des Privatsektors in Höhe von 40,5 Millionen Pfund eingeworben haben, was die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Projekte unterstreicht. Das Programm hat Projekte und Studien auf insgesamt 24 globalen Märkten gefördert, einen Großteil (15) davon in Afrika. Diese Maßnahmen fördern in erheblicher Weise die Arbeit der GSMA und der Mobilfunkbranche zur Unterstützung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN1, die auf Ziel 6 (Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung gewährleisten) und Ziel 7 (Zugang zu bezahlbarer Energie sichern) eingeht.

Der neue Bericht beleuchtet ausführlich den mobilfunkfähigen Versorgungssektor und erkennt folgende Trends:

Mobilfunk ermöglicht einen raschen Zuwachs von PAYG-Versorgungsdienstleistungen

Rund 650.000 per Mobilfunk vernetzte Heimsolaranlagen auf Basis von Pay-as-you-go (PAYG) wurden weltweit ausgeliefert, wobei mehr als 30 Unternehmen in mindestens 32 Ländern tätig sind. Mithilfe mobiler Kanäle können solche und weitere Prepaid/PAYG-Modelle florieren, sodass erhebliche Investitionen in den Energiesektor fließen und Geschäftsmodelle im Wassersektor entstehen können.

Das Internet der Dinge verändert Versorgungsmodelle

Das Internet der Dinge ist bereits der Schlüssel für einige netzunabhängige Energiemodelle und eine vernetzte Infrastruktur wird die Landschaft für zentrale und dezentrale Versorgungssysteme verändern. Hierzu laufen bereits einige Pilotversuche.

Es bleiben Herausforderungen bei der Stromversorgung von Sendemasten als Ankergeschäft für Gemeindestrom

Netzunabhängige Energieunternehmen, insbesondere Mikronetzanbieter, könnten versuchen, ihr Geschäft rund um die Versorgung von Telekommasten zu konzentrieren - eine sinnvolle Möglichkeit, um die umliegenden Unternehmen und Gemeinden mit Strom zu versorgen. „Community Power from Mobile“-Modelle gewinnen auf einigen Märkten an Zugkraft, die Anpassung der Interessen aller Parteien bleibt jedoch eine Herausforderung.

Mobilfunkfähige Wasserdienstleistungen legen zu, während Sanitärversorgungsmodelle noch wenig entwickelt sind

Wasser- und Sanitärversorgungsunternehmen sind langsamer gewachsen als Firmen im Energiesektor, es zeichnet sich jedoch ab, dass Informationen über die Bereitstellung von Dienstleistungen und neue Zahlungsmechanismen neue Geschäftsmodelle und staatliche Partnerschaften fördern.

Partnerschaften mit Mobilfunkbetreibern nehmen zu

Viele Dienstleister kooperieren mittlerweile und nutzen Einrichtungen von Mobilfunkbetreibern wie mobile Zahlungsplattformen oder Verkaufsstätten, um ihre Effizienz zu steigern, ihre Reichweite auszubauen und neue Dienstleistungen anzubieten. Über diese Kooperationen profitieren Mobilfunkbetreiber von der wachsenden Verbreitung von Mobilfunkdiensten und einer besseren Markenwahrnehmung. Da sich zunehmend Möglichkeiten bieten, übernehmen einige Netzbetreiber zudem eine Führungsrolle im Bereich von Versorgungsleistungen.

Investitionen in PAYG-Energie werden beschleunigt

Die Marktchance im Bereich Energie, insbesondere die Stromversorgung auf PAYG-Grundlage, ist in den Blickpunkt von Investoren gerückt, die bislang fast 295 Millionen US-Dollar an PAYG-Energieunternehmen vergeben haben - hauptsächlich in Afrika. In den Wasser- und Sanitärsektor ist jedoch weniger Privatkapital geflossen. Dies macht deutlich, wie wichtig die Rolle von Finanzmitteln zur Förderung von innovativen Geschäftsmodellen nach wie vor ist, wo das Risiko einer Investition in Unternehmen der Gründungsphase hoch bleibt.

Der Jahresbericht des M4D-Utilities-Programms der GSMA „Unlocking access to utility services: The transformational value of mobile“ steht zum Download unter folgendem Link bereit: http://www.gsma.com/mobilefordevelopment/programme/m4dutilities/unlocking-access-utility-services-transformational-value-mobile

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Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

1 Im September 2015 stellte die UN 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) vor, die Teil der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sind. Der 17-Punkte-Plan soll Armut beenden, den Klimawandel bekämpfen und Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten ausschalten. Die GSMA unterstützt die SDG im Rahmen ihrer #betterfuture-Kampagne http://www.gsma.com/betterfuture/

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